Polizei lehnt mehr Personal am S-Bahnhof Mahlsdorf ab

Mahlsdorf. Die vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf angestrebte Ordnungspatenschaft am S-Bahnhof Mahlsdorf kommt nicht zustande. Viele Passanten und S-Bahnfahrgäste fühlen sich am Bahnhof Mahlsdorf nicht sicher.

Diesen Eindruck gewannen die Mitglieder der Akteursrunde Mahlsdorf bei einem Vororttermin am Bahnhof im vergangenen Jahr. Kritisiert wurde allerdings nicht in erster Linie ein Mangel an Sicherheit. Beklagt wurden hauptsächlich Dreck und Zustand des Bahnhofs sowie die Schmierereien an den Wänden. Stadtentwicklungsstadtrat Christian Gräff (CDU) wandte sich daraufhin an die Deutsche Bahn AG sowie die Landes- und die Bundespolizei. Er schilderte den Behörden die Ergebnisse des Vororttermins, bat um mehr Polizisten vor Ort und wollte eine Ordnungspatenschaft abschließen. Als weiteres Argument führte er die geplante Umgestaltung des S-Bahnhofs zu einem Regionalbahnhof.

Die Deutsche Bahn zeigte sich offen für den Vorschlag. Die Sicherheitsbehörden lehnten ihn aber ab. Die Polizei sei in Berlin bei Bedarf stets schnell vor Ort. Zudem würde eine Ordnungspartnerschaft unnötig personelle Kapazitäten binden. Sicher sei der S-Bahnhof kein Kriminalitätsschwerpunkt, erklärt Gräff. "Es geht aber um das Empfinden der Bürger, an diesem Ort, nicht sicher zu sein", erläutert er.

Er wolle daher die Zusammenarbeit zwischen dem Ordnungsamt und den Bürgern verbessern. Er wolle darauf hinwirken, dass die Mitarbeiter des Ordnungsamtes künftig schneller vor Ort sind, wenn sie von Bürgern gerufen würden.


Harald Ritter / hari
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