Neue Schau im "Studio im Hochhaus"

Wann? 22.03.2016 bis 25.05.2016

Wo? Studio im Hochhaus, Zingster Str. 25, 13051 Berlin DE
Regale voll mit Regalen: "Shelves in Shelves" heißt dieses Werk von Ingo Gerken aus dem Jahr 2010. (Foto: Ingo Gerken)
Berlin: Studio im Hochhaus |

Neu-Hohenschönhausen. Die international bekannten Künstler Thomas Rentmeister und Ingo Gerken setzen sich in der Ausstellung im Studio im Hochhaus mit Mietnebenkosten auseinander.

Ab dem 22. März werden die Räume der kommunalen Galerie "Studio im Hochhaus" in der Zingster Straße 25 zur Bühne für die Ausstellung "Nebenkosten": Die Künstler Thomas Rentmeister und Ingo Gerken setzten sich mit dem Ort auseinander und beschäftigten sich dabei unter anderem mit der Frage, wie viel Nebenkosten eine Wohnung erzeugt – denn die kommunale Galerie "Studio im Hochhaus" liegt nicht nur mitten im Wohngebiet, sondern ist im Erdgeschoss eines zwanzigstöckigen Wohnhochhauses zu finden.

Frei nach Martin Kippenbergers "Miete – Strom – Gas" haben Rentmeister und Gerken die im Ausstellungsraum befindlichen Wärme- und Stromspender genau unter die Lupe genommen. Während Rentmeister die vorhandenen Heizungen mit Watte und Mullbinden einpackt und so eine Paradoxie herstellt, ironisiert Gerken den Gedanken an das Stromsparen, indem er die vorhandenen Steckdosen vervielfältigt. Beide stellen das Thema der "zweiten Miete" nicht nur in einen ästhetischen Kontext, sondern lassen auch die politische Frage nach der sich verschärfenden Wohnsituation in Berlin zu. "Thomas Rentmeister und Ingo Gerken sind zwei Künstler mit genauem Blick auf das, was sie umgibt, und der Gabe, den Alltag, den Raum und seine Bedingungen skulptural umzusetzen", sagt der Kurator der Ausstellung, Uwe Jonas.

Thomas Rentmeister (*1964) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, er lebt und arbeitet in Berlin und wurde mit Arbeiten bekannt, für die er auf Marken-Materialien wie Nutella oder Penaten-Creme zurückgriff. Ingo Gerken (*1971) studierte Freie Kunst an der Muthesius-Hochschule Kiel und an der Glasgow School of Art, er lebt in Berlin. Seine Arbeiten zeichnen das Spannungsfeld zwischen gedachten und realen Räumen aus. Die Schau wird am 22. März um 19 Uhr in Anwesenheit der Künstler eröffnet und ist dann bis zum 25. Mai zu sehen. Der Eintritt ist frei. KW
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