Fahrbahnerneuerung der Dorfstraße verzögert sich

Eine lange Blechlawine ist auf der B2 nicht ungewöhnlich, aber für die Autofahrer und Fußgänger ärgerlich. (Foto: Wrobel)

Malchow. Der lange Winter verzögert die Reparaturarbeiten in der Dorfstraße. Dabei können dieses Jahr insgesamt 180 000 Euro aus dem Schlaglochprogramm verbaut werden.

"Die strengen Froste in der Nacht fördern die Rissbildung in den Fahrbahnen", erklärt der Stadtrat für Stadtentwicklung, Wilfried Nünthel (CDU). Auf den Straßen in Lichtenberg frisst sich der Winter seit Monaten in den Asphalt. Insgesamt stehen dem Bezirk für Ausbesserungen 1,4 Millionen Euro aus dem Schlaglochprogramm zur Verfügung. Der Stadtrat hofft jedoch noch auf einen Nachschlag. Denn eigentlich würden zwei Millionen Euro gebraucht.Ein besonders großes Ärgernis für Autofahrer ist etwa die Dorfstraße (B2) in Malchow. Hier rollen täglich tausende Pkw und Lkw im Schneckentempo durch, was auch an der löchrigen Fahrbahn liegt. "Gegenwärtig werden wegen der winterlichen Witterung nur Flickarbeiten ausgeführt", weiß Nünthel. Im Januar und Februar wurden an unterschiedlichen Stellen 565 Quadratmeter Straße für 46 000 Euro geflickt. Aber noch könnten hier zusätzlich 134 000 Euro aus dem Schlaglochprogramm für eine Verbesserung der Verkehrslage sorgen - wenn nur das Wetter milder werden würde. "Sobald die Witterung es zulässt, soll die Deckschicht der Fahrbahn in größeren Teilabschnitten erneuert werden", sagt Nünthel. Dann sollen auch die restlichen finanziellen Mittel aus dem Sonderprogramm durch die Verkehrslenkung Berlin im Laufe des Jahres verbaut werden.

Eine grundlegende Instandsetzung der B2 wird es aber voraussichtlich erst im Jahr 2015 geben. Diese Maßnahme, bei welcher der gesamte Fahrbahnaufbau erneuert werden soll, sei von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt geplant, so der Stadtrat.

Für den Verkehrsfluss würde diese Erneuerung jedoch erst mal bedeuten, dass die ohnehin verstopfte Straße sich noch weiter zu einem Nadelöhr verengen würde. "Diese Erneuerung könnte zu erheblichen Auswirkungen führen, wenn es etwa zur Sperrung einer Fahrbahn kommt", sagt Nünthel. Wie die Leistungsfähigkeit der Verkehrsanlage erhalten bleiben könnte, wird Gegenstand noch ausstehender Planungen der Senatsverwaltung sein, so Nünthel.

Warten auf eine Ampel

Zudem steht noch eine weitere Problemlösung an. Denn viele Anwohner beanstanden die Unpassierbarkeit der viel befahrenen Straße. Fußgänger sind auf ihre Geduld und auf gutes Reaktionsvermögen angewiesen, um auf die andere Straßenseite zu kommen. Deshalb soll eine zusätzliche Querungsmöglichkeit geschaffen werden - etwa durch eine Ampel, die bei Bedarf die Querung ermöglicht.

Das Bezirksamt habe zwar die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung darum gebeten, eine solche Querungsmöglichkeit in kommende Planungen aufzunehmen. Doch das Bezirksamt geht davon aus, dass die zuständige Verkehrslenkung Berlin ein Aufstellen von Bedarfsampeln wegen der ungeklärten Finanzierung ablehnen wird.


Karolina Wrobel / KW
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