BVV fordert Anbindung des Gewerbestandorts Marienpark an das S-Bahn-Netz

Berlin: Marienpark Berlin |

Mariendorf. Beim Ausbau der Dresdner Bahn könnte zwischen den S-Bahnhöfen Attilastraße und Marienfelde ein weiterer Bahnhof gebaut werden. Damit soll der neue Gewerbepark auf dem ehemaligen Gasag-Gelände an das S-Bahnnetz angeschlossen werden.

Bereits Anfang 2016 hatte Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) den alten Plan eines neuen S-Bahnhofs ins Gespräch gebracht. Sie attestiert dem ehemaligen Mariendorfer Gasag-Standort mit dem denkmalgeschützten Gasometer große Entwicklungschancen und wertet die bereits geschaffenen und noch angekündigten Arbeitsplätze sowie hohe erwartete Besucherzahlen als Voraussetzung beziehungsweise Nachweis dafür, dass es für den schon Jahrzehnte alten Plan für den Bau einer neue S-Bahnstation am Kamenzer Damm nun den nötigen Bedarf gibt.

Wie berichtet, ist eine Investorengemeinschaft dabei, das vor über 20 Jahren stillgelegte Gaswerk auf dem knapp 385 000 Quadratmeter großen Gelände mit der über 100 Jahre alten Gasometerkonstruktion in den Gewerbestandort „Marienpark Berlin“ zu verwandeln.

Diesen Bedarf haben auch die Grünen erkannt und einen entsprechenden Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eingebracht, der noch vor der Sommerpause von der BVV-Mehrheit beschlossen wurde.

Damit ist das Bezirksamt nun aufgefordert, mit den zuständigen Stellen, in diesem Fall die S-Bahn Berlin GmbH und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die Möglichkeiten eines solchen Bahnhofbaus zu prüfen und der BVV bis Ende des Jahres Bericht zu erstatten. „Die Diskussion um einen S-Bahnhof in diesem Gebiet wurde bereits in den 1990er-Jahren geführt, brachte damals aber kein Ergebnis. Jetzt haben wir die Situation, dass dort ohnehin große und langfristige Bauarbeiten durchgeführt werden müssen, dass man also auch ohne darüber hinausgehende Einschränkungen einen zusätzlichen Bahnhof errichten könnte. Eine solch günstige Gelegenheit wird sich kaum noch einmal ergeben“, erklärt der Bezirksverordnete Fritz Matschulat, der den Antrag im Namen der Grünen-Fraktion eingebracht hat. Sein Vorschlag ist, den neuen Bahnhof in Höhe Kamenzer Damm/Lankwitzer Straße zu bauen. HDK
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