Mariendorfer Damm weiter unterbrochen

Der Rohrbruch ist zwar beseitigt, aber die Straßenbauarbeiten laufen noch. Nachdem der erste Termin geplatzt ist, soll der Autoverkehr auf dem Mariendorfer Damm nun Anfang Februar wieder wie gewohnt rollen. (Foto: HDK)

Mariendorf. Anfang August war zwischen Prühßstraße und Straße Alt-Mariendorf ein unter dem Mariendorfer Damm (B 96) verlegtes Abwasserrohr gebrochen. Seitdem ist der Mariendorfer Damm in Fahrtrichtung Süden gesperrt und Autofahrer müssen Umwege in Kauf nehmen.



Die Berliner Wasserbetriebe haben die Gelegenheit genutzt, eine ohnehin geplante Sanierung vorgezogen und gleich zwei parallel verlaufende Abwasserdruckleitungen komplett erneuert.

Eigentlich sollten die Arbeiten bis zum Jahresende erledigt sein – daraus ist nichts geworden. Der Grund: „Obwohl auf dieser Baustelle seit August in mehreren Schichten und auch sonnabends gearbeitet wird, kann die stadtauswärts führende Fahrbahn nicht früher fertiggestellt werden. Ursache dafür ist unter anderem, dass die beiden vor mehr als 100 Jahren verlegten Leitungen nicht in den erwarteten Trassen unter der stadtauswärts führenden Fahrbahn verliefen, sondern seitlich und in der Tiefe teilweise stark davon abwichen. Zudem waren Rohre dieses Kalibers in der benötigten Menge nicht sofort am Markt verfügbar“, erklärt Stephan Natz, Sprecher der Wasserbetriebe.

Dieses Problem ist inzwischen gelöst, die Rohre sind erneuert und die beiden neuen Leitungen in Betrieb. Sie sichern die störungsfreie Entsorgung des Abwassers aus Wilmersdorf, Kreuzberg, Tempelhof und Mariendorf ins Klärwerk Waßmannsdorf. Momentan werden noch Schmutzwasserkanäle saniert und letzte Baugräben geschlossen. Parallel läuft der Straßenbau. Bei Redaktionsschluss mussten noch rund 1600 Quadratmeter in drei Lagen übereinander asphaltiert werden.

Nach dem aktuellen Stand soll die Fahrbahn voraussichtlich nach den Winterferien (30. Januar bis 4. Februar) fertig sein und wieder für den Autoverkehr freigegeben werden. Allerdings weist Stephan Natz vorsorglich darauf hin, dass ein zwischenzeitlicher „kräftiger Wintereinbruch“ mit Frost, Schnee und den üblichen Begleiterscheinungen auch diesen Termin kippen könnte. Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme belaufen sich auf vier Millionen Euro und sind Teil einer umfassenden Sanierungsstrategie für das Wasser- und Abwassernetz der Stadt, in das die Berliner Wasserbetriebe jährlich mehr als 150 Millionen Euro investieren. Bis 2021 plant das Unternehmen, insgesamt 2,1 Milliarden Euro in seine Anlagen und Netze zu investieren. HDK
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