Sanierung kann weitergehen

Da die Martin-Luther-Gedächtniskirche als national wertvolles Kulturdenkmal eingestuft ist, beteiligt sich der Bund an den Sanierungskosten. (Foto: HDK)

Mariendorf. Gute Nachricht für die Gemeinde der Martin-Luther-Gedächtniskirche (MLGK). Die Bundesregierung unterstützt in diesem Jahr die weitere Sanierung des evangelischen Gotteshauses mit 138 000 Euro.

Das Geld wird aus dem Förderprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler 2015" überwiesen. Das Land Berlin beteiligt sich in gleicher Höhe an den Kosten. Die Kirche wurde von 1933 bis 1935 erbaut und steht heute aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz. Nach der abgeschlossenen Sanierung des Glockenturms, unter anderem mit Lotto-Geldern, kann nun voraussichtlich auch die Sanierung und Restaurierung des Kirchenschiffs weitergehen beziehungsweise abgeschlossen werden.

Der Kirchenbau ist außen wie innen mit gelbbraunen Klinkern unterschiedlicher Färbung und Formate im Stil der neuen Sachlichkeit verkleidet. Die 1936 eingeweihte Kirche gilt mit ihrer unrühmlichen Geschichte und den unzähligen Nazisymbolen als einzigartiges Zeitzeugnis von besonderer historischer Bedeutung für Berlin und Deutschland. Sogar die Orgel mit ihren 50 Registern und 3300 Pfeifen wurde 1935 auf dem Reichsparteitag in Nürnberg geweiht, bevor sie in der Kirche aufgestellt wurde. Heute wird die Martin-Luther-Gedächtniskirche nur noch zu besonderen Gottesdiensten und kirchenmusikalischen Veranstaltungen genutzt. Auch künftig soll das Gebäude für Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen sowie Symposien und Gedenkveranstaltungen genutzt werden.

Weitere Informationen unter www.ev-kirchengemeinde-mariendorf.de.

Horst-Dieter Keitel / HDK
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