Hoffnung auf den Derby-Sieg: Drei Berliner Pferde für den Endlauf qualifiziert

Der Berliner Champion Thorsten Tietz freut sich gemeinsam mit der Besitzerfamilie Zickmantel über den Vorlaufsieg von Cash Hanover. Foto: Heiko Lingk (Foto: Heiko Lingk)
Berlin: Trabrennbahn Mariendorf |

Mariendorf. Das lief wirklich wie geschmiert: Am Wochenende wurden die mit insgesamt 80.000 Euro Preisgeld dotierten Vorläufe zum 120. Deutschen Traber-Derby auf der Mariendorfer Rennbahn ausgetragen.

Unter den 37 Startern, von denen nur die besten zwölf das Finale am kommenden Sonntag (2. August, Beginn 12.30 Uhr) erreichten, befanden sich drei Berliner Pferde. Die Ausbeute war perfekt: Alle drei Traber qualifizierten sich für den Endlauf. Da wird es nun richtig spannend, denn es geht um große sportliche Ehren und um sehr viel Geld. Inklusive der Züchterprämie werden 248.000 Euro an die Sulkyfahrer und Rennstallbesitzer verteilt.

Das größte Augenmerk fällt auf den vom Mariendorfer Champion Thorsten Tietz (37) gesteuerten Hengst Cash Hanover, der zuvor bereits das Buddenbrock- und das Adbell-Toddington-Rennen gewann. Falls der vom Körperbau her riesige Traber im Finale auf der Ziellinie tatsächlich seine Nüstern vorne hat, wäre das der Totaltriumph: die sogenannte Dreifache Krone. Der größte Erfolg, den ein Sulkyfahrer mit seinem Pferd in Deutschland erreichen kann. Und der Sieg würde zugleich das Ende einer langen Durststrecke bedeuten. Denn seit 1988, als der legendäre Gottlieb Jauß das Derby mit dem Hengst Tornado Hanover gewann, ging kein Berliner Gespann mehr auf die Ehrenrunde.

Aber nicht nur Cash Hanover könnte der Sieg gelingen – auch die beiden anderen Berliner Finalisten sind chancenreich. Der von Maik Esper (42) gesteuerte Hengst Fox Dragon besitzt riesige Grundschnelligkeit. Der Mariendorfer Bahneigentümer Ulrich Mommert wird ebefalls auf die entscheidenden Sekunden starren.

Denn das dritte Pferd im Berliner Triumvirat gehört ihm: der Hengst Raffaelo Diamant, der vom Deutschen Meister Michael Nimczyk (29) präsentiert wird. Mommert hatte im letzten Sommer eine Million Euro in die Sanierung des Geläufs gesteckt, um die Piste für sensible Pferdebeine zu optimieren. Nun könnte sein eigener Traber die Früchte ernten. Heiko Lingk

Unser Medienpartner Hauptstadtsport.tv fasst die Geschehnisse an jedem Rennabend in einer Sondersendung zusammen.
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