Mommerts Pferde traben den Gegnern davon: Der Mariendorfer Rennbahn-Boss ist auf Meisterschaftskurs

Ulrich Mommert mit einem seiner besten Pferde: dem Hengst Peter Pan Diamant. (Foto: Heiko Lingk)

Mariendorf. Schnelle Rennpferde sind seine große Leidenschaft. Ulrich Mommert (74) investiert seine gesamte Freizeit und jede Menge Geld in den Trabersport.

Ohne den Eigentümer der Trabrennbahn, der früher auch selber in den Sulky stieg und über 150 Rennen gewann, hätte die Piste in Mariendorf – die bereits seit 1913 bestehende und damit älteste existierende Sportstätte der Hauptstadt – wohl kaum ihren 100. Geburtstag feiern können. Für sein vorbildliches Engagement erhielt der in der Automobilzulieferbranche tätige Unternehmer nicht nur den Verdienstorden des Landes Berlin. Auch alle europäischen Fachexperten zollen ihm höchste Anerkennung.

Als der französische Weltklassefahrer Pierre Vercruysse Anfang November erstmalig in Mariendorf an den Start ging, äußerte er sich über das im Sommer 2014 für eine Million Euro komplett sanierte Geläuf total begeistert. „Ich ziehe meinen Hut! Die Bahn befindet sich in einem hervorragenden Zustand und ist für sensible Pferdebeine ideal“, so Vercruysse.

Das scheinen auch Mommerts eigene Traber zu spüren, denn momentan rennen sie ihren Gegnern auf und davon. In der Hauptstadt waren seine Pferde zwar schon immer eine Macht – Mommert gewann mit seinem Stall Jahr für Jahr das Berliner Besitzer-Championat. Doch in der bundesweiten Wertung hatten stets andere Trainingsquartiere und Gestüte die Nase vorn. Dies könnte sich nun entscheidend ändern. Denn in der aktuellen Gewinnsummenrangliste haben Mommerts Traber, die in dieser Saison bisher schon 165000 Euro Preisgeld mit ihren tollen Leistungen erkämpften, die Führung übernommen. Offizieller Stichtag für die Vergabe der Deutschen Meisterschaft ist zwar erst der 31. Dezember. Aber angesichts der blendenden Verfassung, in der sich Ulrich Mommerts Traber befinden, steht die Chance gut, dass auch an den restlichen vier Mariendorfer Renntagen des Jahres (29. November sowie 4., 13. und 30. Dezember) nichts mehr anbrennen wird. Heiko Lingk
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