Thorsten Tietz und Michael Nimczyk teilen sich die Sulky-Meisterschaft

Die Pferde sind sein Leben: Thorsten Tietz darf auf sein Saisonergebnis zu Recht stolz sein. (Foto: Lingk)

Mariendorf. Das war ein echter Finish-Krimi! Die Entscheidung beim Kampf um die Mariendorfer Sulkyfahrer-Meisterschaft fiel erst im allerletzten Rennen des Jahres.

Und sie brachte ein Ergebnis, das es in der langen Geschichte der seit 1913 bestehenden Trabrennbahn zuvor noch nie gegeben hat: Ab sofort dürfen sich nämlich nicht nur einer, sondern zwei Sportler Champions nennen. Totes Rennen - das ist normalerweise der Fachbegriff für den Fall, dass Pferde genau im selben Moment über die Linie stürmen und sogar auf dem Zielfoto nicht voneinander zu trennen sind. Dem Berliner Thorsten Tietz (37) und seinem in Willich am Niederrhein lebenden Konkurrenten Michael Nimczyk (28) gelang in der Meisterschaftswertung nun das gleiche Kunststück: Beide erzielten auf der Derby-Bahn exakt die identische Anzahl von Saisonerfolgen, nämlich jeweils 37 Siege.

Insbesondere für Thorsten Tietz, den seine Tempelhofer und Karlshorster Fans "Turbo-Thorsten" nennen, ist dieses Resultat eine große Anerkennung. Denn es unterstreicht einmal mehr den Stellenwert, den der Sulkyfahrer auf den beiden Trabrennbahnen der Hauptstadt hat. Vor fünf Jahren kam der in Recklinghausen aufgewachsene Sportler nach Berlin und wohnt seitdem mit seiner ebenfalls als Sulkyfahrerin aktiven Lebensgefährtin Sarah Kube (30) in der an den Mariendorfer Volkspark angrenzenden Prühßstraße. Auf der Rennpiste ist Tietz, der für das gleiche Siegergebnis rund 60 Starts weniger benötigte als sein Konkurrent Nimczyk, eine Klasse für sich. Der Pferdesport lässt ihn in keiner Sekunde los. "Während viele Menschen abends nach der Arbeit vor dem Fernseher sitzen, studiere ich lieber das Rennprogramm und lege mir die Taktik für meine nächste Fahrt zurecht", schmunzelt der Champion.


Heiko Lingk / Heiko Lingk
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