Traber-Champion Thorsten Tietz hat internationale Pläne

In Stockholm am Start, in Mariendorf zu Hause: Der Berliner Trabrenn-Champion Thorsten Tietz (36) und seine Lebensgefährtin Sarah Kube (29). (Foto: Heiko Lingk)

Mariendorf. Er ist alles andere als ein Riese, doch auf den Trabrennbahnen in Mariendorf und Karlshorst ist Thorsten Tietz für seine Gegner eindeutig eine Nummer zu groß.

Für den 36-jährigen Sulkyfahrer läuft derzeit alles wie am Schnürchen: Erst vor wenigen Tagen machte der gebürtige Recklinghausener, der 2008 in die Hauptstadt zog und seitdem mit seiner ebenfalls im Rennsport aktiven Lebensgefährtin Sarah Kube (29) unmittelbar neben dem Mariendorfer Volkspark wohnt, seinen einhundertsten Saisonsieg perfekt.

Aus dem ehemaligen Stalljungen, der anfangs nur sehr ungern in den Sulky stieg, wurde eine sportliche Macht. Tietz gewann das Stuten-Derby und die Breeders Crown, holte sich mehrfach die Berliner Meisterschaft und den begehrten Silberhelm, das symbolische Zeichen des bundesdeutschen Vize-Championats.

Abgerechnet wird zwar erst am 31. Dezember, doch der zweite Platz hinter dem Titelträger Michael Nimczyk (Willich) ist ihm wohl auch in diesem Jahr nicht mehr zu nehmen. Vom Siegschnitt her liegt Tietz sogar deutlich vor seinem Gegenspieler: Exakt 33,1 Prozent seiner Saisoneinsätze hat der Trabrennprofi bisher in einen Volltreffer umgemünzt.

Dass der Mann mit dem braun-weißen Dress ein geradezu todsicherer Tipp ist, werden nun auch die ausländischen Traberfans erfahren. Denn Tietz bringt seine Pferde ab sofort nicht nur in Deutschland, sondern auch in Schweden an den Start. "Ich werde zukünftig zwischen Berlin und Stockholm hin und her pendeln. Es ist eine große Herausforderung, aber ich glaube, dass sich unser Stallteam auch auf diesem hohen Niveau beweisen wird." Vor allem auf der Nobelpiste in Solvalla, einer der wichtigsten europäischen Bahnen, könnten die Tietz-Traber viel Geld verdienen. Dass aus den Auslandsstarts aber ein dauerhafter Abschied aus Berlin für ihn und seine Freundin wird, glaubt der Trabrennfahrer nicht: "Mariendorf bleibt für Sarah und mich unsere Heimat!"


Heiko Lingk / Heiko Lingk
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