Vom stillgelegten Gaswerk zum Mariendorfer Gewerbepark

Der historische Gasometer an der Lankwitzer Straße ist die weithin sichtbare Wegmarke zum neuen Marienpark Berlin. (Foto: HDK)
Berlin: Gasometer Mariendorf |

Mariendorf. Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) attestiert dem ehemaligen Mariendorfer Gasag-Standort mit dem denkmalgeschützten Gasometer große Entwicklungschancen. Zudem bringt sie den alten Plan eines neuen S-Bahnhofs ins Gespräch.

Die Vision: Das vor nunmehr 20 Jahren stillgelegte Gaswerk auf dem knapp 385 000 Quadratmeter großen Gelände mit größtenteils ungenutztem Potenzial im Eck Ringstraße/Lankwitzer Straße soll nach jahrlanger Konzeptlosigkeit und Rückschlägen wie dem gescheiterten Ski- und Wasserwelt-Vorhaben nun von einer Investorengemeinschaft in den „Marienpark Berlin“ verwandelt werden.

„Erste Erfolge werden bereits sichtbar“, freut sich Schöttler und denkt dabei vor allem an die neugebaute mechanische DHL-Zustellbasis sowie an die amerikanische Brauerei Stone Brewing. Sie will in einer ehemaligen Industriehalle neben der über 100 Jahre alten und kürzlich restaurierten Gasometerkonstruktion demnächst mit der Bierproduktion beginnen und ein Restaurant mit Platz für bis zu 600 Gäste eröffnen, das zur Belebung des einst abgeriegelten Areals führen könnte. Die Unternehmen Kaisers Tengelmann und Küchen aktuell sind mit ihren Logistikzentren schon länger vor Ort.

Bürgermeisterin Schöttler: „Der erfolgreiche Wandel von der alten, stillgelegten Industrie zu neuen Produktions- und Wirkungsstätten ist dabei eine Herausforderung, die es erfolgreich zu bewältigen gilt. Der bestehende Fokus auf eine Mischung aus Produktionsbetrieben in einer charmanten und teilweise denkmalgeschützten Atmosphäre liegt auch im besonderen Interesse des Bezirks.“

Die bereits geschaffenen und noch angekündigten Arbeitsplätze sowie hohe erwartete Besucherzahlen wertet Schöttler als Voraussetzung beziehungsweise Nachweis dafür, dass es für den schon Jahrzehnte alten Plan für den Bau einer neue S-Bahnstation am Kamenzer Damm nun den nötigen Bedarf gibt. „Allein durch den Brauerei- Und Gaststättenbetrieb ist mit Hunderten Besuchern am Tag zu rechnen, welche ja das Auto stehen und vorzugsweise das ÖPNV-Netz nutzen sollen“, betont die Bürgermeisterin. HDK
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