Gustav-Heinemann-Schule feiert 40-jähriges Jubiläum

Das 40-jährige Bestehen feiert die Gustav-Heinemann-Schule in dem seit fast 25 Jahren bestehenden Provisorium an der Waldsassener Straße. (Foto: Thomas Moser)

Marienfelde. Eine der renommiertesten Bildungsanstalten des Bezirks feiert Geburtstag. Mit einem Festakt wird am 10. September das 40-jährige Jubiläum der Gustav-Heinemann-Schule an der Waldsassener Straße 62 gefeiert.

Anschließend wird in Beisein von Mitgliedern der Familie Heinemann eine von Schülern gestaltete Dauerinstallation über Gustav Heinemann enthüllt sowie eine Ausstellung mit Heinemann-Karikaturen eröffnet. Danach sind alle fünf Bläserklassen als "musikalisches Feuerwerk auf dem grünen Schulcampus" angekündigt. Am Abend führt der Oberstufenkurs Darstellendes Spiel den eigens inszenierten Schwank "Grand Malheur" auf. Am 11. September gibt es eine zweite Vorstellung und am 12. September steht ein großes Schulfest auf dem Stundenplan. Alle weiteren Informationen und Kartenreservierung unter 902 77 41 32.

Die nach dem ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann benannte Schule wurde 1974 als 2. Oberschule Tempelhof gegründet und zog 1975 in einen damals errichteten Neubau am Tirschenreuther Ring. Dabei handelte es sich um ein multifunktionales Bildungszentrum, in dem neben der Schule eine Stadtteilbücherei, ein Jugendclub mit Diskothek sowie eine Volkshochschulfiliale untergebracht waren. Nach der Entdeckung von Spritzasbest wurde das Gebäude 1988 kurzfristig geräumt und bald darauf abgerissen und über 1000 Heinemann-Schüler wurden für einige Monate auf benachbarte Schulen verteilt, bis dann die damalige Pädagogische Hochschule in Lankwitz für zwei Schuljahre die gesamte Schülerschaft provisorisch aufnahm. Erst im August 1990 konnte das ursprünglich für fünf bis sechs Jahre konzipierte Provisorium in der Waldsassener Straße bezogen werden. Dieses Provisorium hält nun fast 25 Jahre und ist offenkundig nicht das schlechteste. "Ohne diesen Asbestvorfall hätte es ein Schuldorf in Pavillonbauweise auf grünem Campus sicher nicht gegeben. Es entstand hier eine Schulkultur, die sich immer noch großer Beliebtheit erfreut", freut sich Carsten Hintze, Leiter der mittlerweile zur Integrierten Sekundarschule (ISS) umgewandelten Bildungsschmiede. Inzwischen läuft allerdings der Architektenwettbewerb für einen Neubau an alter Stelle am Tirschenreuther Ring und die Schulleitung und die Schüler wünschen sich "einen Baukörper, der die angenehme Atmosphäre des jetzigen Schuldorfs ermöglicht".


Horst-Dieter Keitel / hdk
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