"Wer sich bewegt, verliert": Eckhard Baumann hat jedoch gewonnen: zweiter Preis im Natur-Fotowettbewerb

Eckhard Baumann liegt bei jedem Wetter auf der Lauer. (Foto: W. Linnemann)

Marienfelde. Eckhard Baumann, vielfach ausgezeichneter und preisgekrönter Natur- und Tierfotograf, hat eine weitere Trophäe im Regal. Nach bislang zwei ersten Plätzen hat er nun auch zum zweiten Mal den zweiten Preis beim vom Naturpark Nuthe-Nieplitz ausgeschriebenen Fotowettbewerb abgeräumt.



Der Wettbewerb, der zum 12. Mal stattfand, stand dieses Mal unter dem Motto „Ich sehe was, was Du nicht siehst“. 106 Arbeiten gingen ein. Der Marienfelder Eckhard Baumann (70) punktete sich mit seiner Aufnahme „Gut getarnt – Zauneidechse“ auf das Treppchen. Viele seiner Aufnahmen finden sich zudem immer öfter in einschlägiger Fachliteratur, in Bildbänden, Broschüren und Naturparkwerbungen wieder. Dafür, bei seinen Fotosafaris über Felder und durch Wälder, vorzugsweise am südlichen Stadtrand und im Umland, liegt Baumann quasi bei jedem Wind und Wetter auf der Lauer. „Um im richtigen Augenblick auf den Auslöser zu drücken, braucht es ein perfektes Timing und eine ruhige Hand. Wer sich bewegt, verliert“, erklärt der Fachmann.

Und so, mit perfektem Timing und ruhiger Hand, ist auch das aktuell ausgezeichnete Foto zustande gekommen. Bei einer seiner unzähligen Wanderungen durch die Natur sah der pensionierte Bundespolizist aus Marienfelde etwas durchs hohe Gras huschen und schöpfte Hoffnung auf ein gutes Bild. „Vorsichtig schaute ich nach und entdeckte zwischen vielen Grashalmen ein gut getarntes Loch mit einem Durchmesser ähnlich einer Zwei-Euro-Münze im Boden“, erzählt der Fotograf. Es musste einem Tier als Unterschlupf dienen.

Ausgerüstet mit Teleobjektiv auf Stativ bezog Eckhard Baumann dort am nächsten Tag Position. Er musste etwas länger als eine halbe Stunde warten, bis tatsächlich eine Zauneidechse zögernd aus dem Loch heraus kroch. Baumann war in seinem Element.

„Nun galt es Ruhe zu bewahren. Keine Bewegung, starres Verharren. Innerlich stieg die Anspannung und ich hoffte, dass jetzt keine Spaziergänger unsere Wege kreuzen. Als ich nach langer Zeit das Auge der Zauneidechse im Fokus hatte, drückte ich auf den Auslöser. Das Bild hatte ich im Kasten. Die Eidechse, vom Spiegelklappen der Kamera aufgeschreckt, war aber wieder im Loch verschwunden“, erzählt er. HDK
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