Die ersten Osterlämmer im Naturpark sind da

Die beiden Osterlämmer gelten als seltene Kombination. In der Herde vor Ort ist das allerdings nichts Neues. (Foto: Eckhard Baumann)

Marienfelde. Anfang April erblickten im StadtNaturPark am Diedersdorfer Weg die ersten Osterlämmer das Licht der Welt. Und wie vor zwei Jahren sind es Zwillinge, die problemlos auseinanderzuhalten sind. Das eine ist pechschwarz, das andere schneeweiß.

Dazu meldete Naturranger Björn Lindner kurz vor Redaktionsschluss auch noch schwarze Drillinge. Insgesamt werden dieser Tage etwa zehn bis 15 Osterlämmer erwartet, um den Bestand der knapp 15-köpfigen Herde pommerscher Landschafe zu sichern. Auf dem benachbarten Gelände der stillgelegten Bezirksgärtnerei finden die Tiere reichlich Auslauf, Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten.

Ansonsten ist das Frühlingserwachen auch ringsum in dem über einer ehemaligen Hausmüllkippe angelegten Freizeitpark mit NABU-Naturschutzstation nicht mehr zu übersehen. Die Natur konnte sich in den vergangenen Jahren üppig und ungestört entfalten. Seltene sowie vom Aussterben bedrohte Tierarten haben das Areal bevölkert, Haubenlerchen, Knoblauchkröten und verschiedenen Eidechsenarten zum Beispiel. Dazu kommen Rehe sowie eine kleinere Rotte Wildschweine. "Zu sehen sind die von Natur aus scheuen Tiere zwar nur selten, aber sie sind definitiv da", so Naturranger Lindner.

Jetzt laufen die Vorbereitungen für das neue Schuljahr im "Grünen Klassenzimmer" auf Hochtouren. Am 5. Mai geht’s los. Das Grüne Klassenzimmer hat sich inzwischen weit herumgesprochen. Jedenfalls haben sich im vergangenen Jahr, die Berliner Woche berichtete, Schüler aus mehreren Bezirken förmlich um die Plätze gerissen. "Es standen noch sehr viel mehr Kinder auf der Matte und hätten gern unsere Grüne Schule besucht", erzählt Lindner und hat daraufhin die Schulbänke fast verdoppelt, aber: "Der Platz ist nun mal begrenzt und wir sind am Limit", bedauert er.

Im Übrigen erinnert der im Auftrag des Bezirksamts tätige Naturranger ein weiteres Mal an den unbedingten Leinenzwang für Hunde. "Reißt ein Hund ein Wildtier, wird das als Verstoß gegen das Jagdgesetz geahndet", warnt Lindner und appelliert gleichzeitig an die Parkbesucher, unbedingt das Füttern der Tiere zu unterlassen.

Die am Diedersdorfer Weg 5 in den Park integrierte Naturschutzstation startet am 1. Mai in die Saison und ist Dienstag bis Donnerstag 9 bis 15 Uhr, Freitag und Sonnabend 12 bis 18 Uhr geöffnet, 75 77 47 66.

Informationen unter www.natur.berlin-marienfelde.de.

Horst-Dieter Keitel / hdk
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