Eckhard Baumanns Tierfotos sind einfach wunderschön

An den beiden Wildgänsen kam die Jury einfach nicht vorbei. Mit Abstand wurde der Aufnahme von Eckhard Baumann der erste Platz zuerkannt. (Foto: E. Baumann)

Marienfelde. Das Foto zweier Wildgänse mit dem Titel "Synchronflieger", eine grandiose Aufnahme von Eckard Baumann, überzeugte die Jury beim vom Naturpark Nuthe-Nieplitz ausgeschriebenen Fotowettbewerb unter dem Motto "Schönheit Naturpark". Damit kann sich Baumann die nächste mit der Kamera geschossene Trophäe ins Regal stellen.

Mit 13 Punkten Vorsprung stand der Marienfelder, für seine Tier- und Naturfotografien mehrfach preisgekrönter Hobbyfotograf jetzt in der Naturparkverwaltung in Dobbrikow schon zum zweiten Mal ganz oben auf dem Treppchen. Sein Preis: viel Ehre und eine Kutschfahrt für zehn Personen im Wert von 140 Euro.

Die Begründung der Jury für den ersten Platz für Baumanns Wildgänse lautet: "Ein Naturschauspiel, wie man es nur selten mit der Kamera einfangen kann." Das kann der Fotograf nur bestätigen: "So etwas gelingt nicht mal eben so im Vorbeigehen. Für diese eine Momentaufnahme, habe ich rund fünf Jahre regelmäßig auf dem Beobachterturm Stangenhagen auf der Lauer gelegen. Und zwischen insgesamt etwa rund 20 000 Aufnahmen ist mir dann irgendwann dieses Motiv der perfekt im Gleichklang fliegenden Wildgänse gelungen. Ein Geduldsspiel, das keine noch so teure Kameraausrüstung ersetzen kann", so Experte Baumann zur Berliner Woche.

Aber das auf der Lauer liegen ist für ihn nichts Neues. Schließlich geht der 67-jährige Bundespolizist im (Un-)Ruhestand fast täglich und bei jedem Wind und Wetter am Berliner Stadtrand und im Umland mit seiner Kamera auf die Bilderjagd. Vieles von dem, was ihm dabei vor die Linse kommt, findet sich inzwischen in Fachliteratur, Bildbänden, als Lehrmaterial sowie in unzähligen Naturparkwerbungen wieder. Zudem arbeitet Baumann mit Naturschützern, Biologen und Ornithologen zusammen und setzte sogar schon Tierarten ins Bild, von denen die Experten bis dato glaubten, das es die hier gar nicht gäbe oder die als ausgestorben galten. Rotgänse zum Beispiel, die eigentlich in innerasiatischen Halbwüsten heimisch sind. Geduldig wartet er oft Stunden auf seine tierischen Models. Manchmal bezieht er schon vor Sonnenaufgang Position, Eines seiner bevorzugten Reviere liegt übrigens quasi vor seiner Haustür: der einst über einer Hausmüllkippe angelegte Freizeitpark Marienfelde. "Man glaubt ja kaum, wie viele Tiere, darunter ausgesprochen seltene Arten, sich dort tummeln", sagt Eckard Baumann.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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