Hunde müssen unbedingt an der Leine bleiben

Marienfelde. Da die Maisfelder in Brandenburg zurzeit nichts hergeben, sind Wildschweine nun in die Marienfelder Feldmark und bis in den Freizeitpark am Diedersdorfer Weg vorgedrungen.

Gesichtet wurden zwei offenbar unabhängig voneinander durch die Gegend streifenden Wildschweinrotten. Die Zahl der an sich scheuen, tagsüber hauptsächlich in Büschen verborgenen Borstentiere ist allerdings "nur sehr schwer einzuschätzen", so Naturranger Björn Lindner zur Berliner Woche. Er meint aber aus Erfahrung, dass es sich insgesamt um etwa bis zu 20 ausgewachsene Wildschweine handeln könnte. Dazu kommen noch zwei Bachen mit einigen Frischlingen. Für den Naturranger im Grunde überhaupt kein Problem. "Wildschweine gehören genauso wie zum Beispiel Feldhasen oder Rehe zur Natur und haben folglich auch in unserem Freizeitpark und auf den angrenzenden Feldern eine Daseinsberechtigung", so Lindner. Sorgen macht er sich allenfalls um unangeleinte, frei herumlaufende Hunde. "Ein Stadthund hätte nicht die geringste Chance, und schon gar nicht, wenn eine Bache mit ihren Frischlingen unterwegs ist." Ansonsten meiden Wildschweine in der Regel die Begegnung mit Menschen und auch Hunden. Kommt es dennoch dazu: Ruhig bleiben, den Fluchtweg für das Schwein nicht verstellen und auf gar keinen Fall füttern. Und: "Hunde sind im Freizeitpark so oder so unbedingt an der Leine führen", sagt Naturranger Lindner.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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