Letzte Übungsflüge in der Marienfelder Feldmark

Bevor es Richtung Süden geht, braucht die Uferschwalbe noch ein paar Übungsstunden am Himmel über der Feldmark. (Foto: E. Baumann)

Marienfelde. Für den Naturfotografen Eckard Baumann hat sich das lange Warten im FreizeitNaturPark Marienfelde ausgezahlt. Zur Belohnung bekam er kürzlich eine junge Uferschwalbe vor dem ersten Ausflug vor die Linse.

"Ein Glückstreffer, den Jungvogel noch vor seinem ersten Start erwischt zu haben. Sind die erst mal in der Luft, dann ist es zu spät. Die Vögel sind verdammt schnell, viel zu schnell, um mit dem Auslöser noch zum Zug zu kommen", beschreibt Baumann die Schwierigkeit beim Fotografieren.Uferschwalben sind die kleinste, durchschnittlich etwa zwölf Zentimeter lange mitteleuropäische Schwalbenart, eine geschützte Art, die hohe Ansprüche an ihren Nistplatz stellt. In der Grünanlage an der Marienfelder Stadtgrenze gibt es offenbar beste Bedingungen. Jedenfalls haben die Vögel seit einigen Jahren dort ihr Sommerquartier aufgeschlagen und richten Brutstätten ein. Nun ist es Herbst und die geselligen Zugvögel bilden dieser Tage große Schwärme, um zum Überwintern auf den weiten Flug in wärmere Gefilde zu starten. Bevorzugte Ziele sind unter anderem Zentral- und Nordwestafrika sowie Südamerika. Aufgrund der dichten Besiedlung in Mitteleuropa ist die Uferschwalbe in diesen Breiten mittlerweile nur noch selten anzutreffen und kaum beziehungsweise nur sehr unregelmäßig als Brutvogel zu beobachten.


Horst-Dieter Keitel / hdk
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.