Der Bau der IGA-Seilbahn hat offiziell begonnen

Arbeiter setzten die erste Radbatterie für den Seilzug in den Stützpfeiler der Seilbahn nahe des künftigen Eingangs zu den Gärten der Welt am Blumberger Damm ein. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Der Bau der Seilbahn für die IGA 2017 hat offiziell begonnen. Im Herbst bereits sollen die ersten Probefahrten stattfinden.

Die Seilbahn ist eines der spektakulärsten Bauvorhaben im Zusammenhang mit der internationalen Gartenausstellung. Sie wird vom Wuhletal über den Kienberg bis zum neuen Eingang zu den Gärten der Welt am Blumberger Damm führen. Sie wird das wichtigste Verkehrsmittel auf dem IGA-Gelände sein und danach eine Attraktion für die Gärten der Welt und den entstehenden neuen Volkspark Kienberg bleiben.

Diese Überzeugung teilten alle Redner beim offiziellen Baustart am 16. März. Nahe des entstehenden neuen Haupteingangs zu den Gärten der Welt am Blumberger Damm war seit Januar der erste von drei Stützpfeilern für die Seilbahn errichtet worden. Aus Anlass des offiziellen Baustarts wurde an diesem Tag die erste Radbatterie für das Seil der Bahn eingesetzt.

Prominentester Gast war der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD). Dieser hatte noch als Senator für Stadtentwicklung 2012 die Weichen gestellt, die internationale Gartenschau vom Tempelhofer Feld nach Marzahn-Hellersdorf zu verlegen. „Im Nachhinein betrachtet frage ich mich, warum wir nicht von vornherein die IGA hier geplant haben“, sagte Müller.

Das Großereignis wird den Bezirk stärker ins Zentrum des Berlin-Tourismus rücken. Der größte Teil der Besucher wird über den U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße ankommen und den Haupteingang am Wuhletal erreichen. Mit der Seilbahn können sie dann auf den Kienberg und anschließend hinunter zu den neuen Attraktionen in den Gärten der Welt schweben. Wer am Blumberger Damm ankommt, kann sich genauso bequem in die Gegenrichtung tragen lassen. Der Preis für die Fahrten mit der Seilbahn ist in den IGA-Tickets enthalten.

Die Gesamtlänge der Strecke beträgt rund 1,5 Kilometer. Eine Fahrt dauert fünf Minuten. In beide Richtungen können jeweils 3000 Fahrgäste pro Stunde transportiert werden, insgesamt also 6000. Hierfür werden insgesamt 62 Gondeln zur Verfügung stehen, die jeweils zehn Personen fassen.

Investor, Bauherr und Betreiber der Seilbahn ist die Leitner AG aus Südtirol. Diese ist eines der größten Unternehmen im internationalen Seilbahnbau und hat große Erfahrungen beim Bau und Betrieb von Seilbahnen bei Großprojekten, etwa der Expo 2000 in Hannover und in Mexiko-City. „Es ist uns eine Ehre, die erste Kabinenseilbahn für Berlin zu bauen“, sagte Unternehmenschef Michael Seeber. Die Berliner Seilbahn sei das größte Seilbahn-Projekt seiner Firma gegenwärtig in Deutschland. Die ersten Probefahrten mit der Bahn sollen im September gemacht werden. hari

Der Bau der Seilbahn lässt sich im Internet unter www.seilbahn.berlin rund um die Uhr verfolgen.
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