Die Bevölkerungszahl steigt weiter

Marzahn-Hellersdorf. Der Wohnungsbau am östlichen Stadtrand kommt wieder in Fahrt. Angesichts des erwarteten Bevölkerungswachstums reicht das Tempo aber nicht.

Die Bevölkerungszahl in Marzahn-Hellersdorf ist in den zurückliegenden Jahren wieder gewachsen. Rund 260 000 Menschen leben derzeit im Bezirk – so viele sollten es nach veralteten Prognosen erst im Jahr 2020 sein. Die Entwicklung zeigt unter anderem auf dem Wohnungsmarkt Wirkung. Wohnraum wird knapper und die Mieten steigen. Immer mehr Menschen suchen nach bezahlbaren Wohnungen.

Gleichzeitig hat der Wohnungsbau zugelegt. Im Jahr 2013 genehmigte das Bezirksamt den Bau von 613 Wohnungen, im Jahr 2014 waren es 803 Wohnungen. „Im Jahr 2015 erteilten wir 500 Baugenehmigungen für insgesamt 1280 Wohnungen“, sagt Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung. Die Zahl der genehmigten Wohnungen habe sich innerhalb von zwei Jahren also verdoppelt.

Im noch gültigen Wohnungsmarktentwicklungskonzept des Bezirks sind Flächen für den Bau von weiteren rund 8300 Wohnungen aufgelistet. Diese könnten bis 2030 bebaut werden.

Nach neuesten Bevölkerungsprognosen steigt die Zahl der Marzahn-Hellersdorfer in dem Zeitraum um 22 000 Menschen, also auf 282 000. Er könne sich daher auch den Bau von neuen Hochhäusern im Bezirk vorstellen, erklärt Christian Gräff.

Das Stadtplanungsamt hat bereits die Überarbeitung des Wohnungsmarktentwicklungskonzepts in Auftrag gegeben. Es soll im Sommer vorliegen. „Anschließend müssen wir bei den Planungen für die Infrastruktur, Kitas und Schulen, nachziehen“, erklärt der Stadtrat. hari
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