Kleingartenanlagen in Gefahr

Marzahn-Hellersdorf. Eine Reihe von Kleingartenanlagen im Bezirk sind in ihrem Bestand noch nicht gesichert. Vor allem der Bedarf an Flächen für den Wohnungsneubau des Landes Berlin stellt für sie eine Bedrohung dar.

Vor diesem Hintergrund beschloss die Bezirksverordnetenversammlung, dass das Bezirksamt jetzt handeln müsse. Es soll Bebauungspläne aufstellen und die restlichen, noch von Auflösung bedrohten Anlagen in diese aufnehmen und als Grünflächen sichern. Der Bestandsschutz für die Anlagen läuft 2020 aus. 13 der insgesamt 35 Kleingartenanlagen könnten von der Auflösung betroffen sein. Sechs davon liegen im Alt-Bezirk Marzahn und sieben im Alt-Bezirk Hellersdorf. Im schlimmsten Fall soll der Bezirk Ersatzflächen bereitstellen.

Dabei hat sich der Bezirk schon in der Vergangenheit immer wieder hinter die Gartenfreunde gestellt. Eine Reihe von Kleingartenflächen wurden während der zurückliegenden zwei Jahrzehnte in Bebauungspläne aufgenommen und als Grünflächen ausgewiesen. Die Hälfte des Kleingartenlandes im Bezirk gilt auf diese Weise als gesichert und ist für den Wohnungsbau tabu.

Es handelt sich hierbei aber ausschließlich um größere Anlagen wie die Kleingartenanlage „Wacholderheide“, die außerhalb dichter bebauter Gegenden liegen. Aber auch in Wohngebieten befinden sich kleinere Anlagen, wie die Anlagen „Kressenweg“ oder „Wallstraße“, deren Flächen unter 30 000 Quadratmeter liegen. Diese sind in sogenannten Stadtentwicklungsplänen des Senats als Reserveflächen für den Wohnungsbau ausgewiesen. Der Senat überarbeitet gegenwärtig die Stadtentwicklungspläne. „Wenn der Bezirk jetzt nicht handelt, bekommen wird mit diesen Anlagen ernste Probleme“, sagt Norbert Franke, Vorsitzender des Verbandes der Gartenfreunde Hellersdorf. hari
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