Trockene Brunnen: Für einige „Quellen“ besteht jedoch noch Hoffnung

Der Brunnen am Altlandsberger Platz zeigt sich sprudelnd von seiner besten Seite. Das lässt sich nicht von allen Brunnen im Bezirk sagen. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Viele öffentliche Brunnen im Bezirk sprudeln wieder. Bei einigen gelang es dem Bezirksamt nicht, bis zum Beginn der Brunnensaison für die notwendigen Reparaturen zu sorgen.

Von den 22 öffentlichen Brunnen im Bezirk sind gegenwärtig fünf Brunnen nicht in Betrieb. Das ärgert Anwohner und Besucher des Bezirks, denn sprudelnde Brunnen gehören im Frühjahr zum Lebensgefühl. Besonders ärgerlich ist, dass auch der Brunnen auf dem Helene-Weigel-Platz Anfang Mai noch nicht sprudelte. Der Platz vor dem ehemaligen Marzahner Rathaus gehört zu einem der beliebtesten und meist besuchten Plätze im Bezirk.

„Das ganze Ausmaß der Sanierungsarbeiten war zu Beginn der Sanierungsmaßnahmen nicht absehbar“, erklärt Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung, in einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Außerdem konnten bestimmte Arbeiten wie das Kleben von Fliesen aufgrund lange niedriger Temperatur nicht ausgeführt werden. Die Kosten für die Sanierung dieses Brunnens belaufen sich auf rund 160.000 Euro. Ab Juni soll dieser Brunnen aber wieder funktionieren.

Auch der Brunnen am Freizeitforum Marzahn ist gegenwärtig nicht in Betrieb. Gräff hofft, für dessen Sanierung Geld aus den Fördertöpfen des Landesprogramms „Aktives Zentrum“ zu bekommen. Sicher sei das aber nicht.

Lindenbrunnen bleibt wohl trocken

Ein weiterer Problemfall ist der Lindenbrunnen an den Ringkolonnaden. Hier muss der gesamte Untergrund erneuert werden. Die Kosten würden sich auf einen sechstelligen Betrag belaufen. Hier sieht der Stadtrat keinen Fördertopf, der anzuzapfen wäre. Da das Bezirksamt hierfür keine Mittel im Haushalt bereitgestellt hat, wird dieser Brunnen zumindest dieses Jahr über trocken bleiben.

Sanierungsfälle sind auch die Brunnen an der Südspitze und der Keramiksitzbrunnen in der Liebensteiner Straße. Hier hofft Gräff, im Verlaufe des Sommers Mittel beschaffen zu können, um die notwendigen Reparaturen durchführen lassen zu können.

Die Linke fordert das Bezirksamt auf, alle Fördermöglichkeiten von Land und Bund auszuschöpfen, um die zeitweilig stillgelegten Brunnen wieder zum Sprudeln zu bringen. hari
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