Jugendliche kreieren gemeinsam eine Skulptur für Marzahn

"Free Your Mind" heißt diese Arbeit von Claudio Greco (links). (Foto: hari)

Marzahn. Jugendliche aus Marzahn-Nord nehmen an einem Kunstprojekt in den "Kunstbaracken" der Alten Börse in der Beilsteiner Straße teil. Sie wollen in der Metallwerkstatt ein Kunstwerk für ihren Stadtteil schaffen.

Zumindest die Konturen des Kunstwerks zu erahnen. Diese ergeben sich aus zusammengeschweißten Eisenröhren, die an die Umrisse von Hochhäusern unterschiedlicher Höhe erinnern. Unter anderem soll in das Kunstwerk noch eine Bank integriert werden, dass die Kunst auch einen praktischen Zweck erfüllt.

Den Entwurf haben Jugendliche aus dem Jugendzentrum "Betonia" noch vor Beginn der Sommerferien zusammen ausgetüftelt. Seit Beginn des neuen Schuljahres wird jeden Mittwochabend intensiv an der Fertigstellung gearbeitet, denn das Kunstwerk soll spätestens im Herbst fertig sein.

Den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen Künstler, die seit dem vergangenen Jahr in den "Kunstbaracken" nahe der Alten Börse ihre Werkstätten haben. Es sind Künstler aus der Metallwerkstatt des "Tacheles", die in der Beilsteiner Straße eine neue Heimstatt fanden. Das Kunstprojekt wird vom Bezirksamt gefördert.

"Natürlich war es im Tacheles aufregender, jeden Tag Touristen und andere Besucher", sagt Claudio Greco. Der 33-jährige Italiener lebt seit 2012 in Berlin. Er ist aber froh, in Marzahn eine neue Basis für seine Arbeit gefunden zu haben. Auf dem Magerviehhof sei es ruhiger und entspannter.

Über die Arbeit mit den Jugendlichen aus dem "Betonia" äußert er sich begeistert. "Die Jungs und Mädchen wohnen weit weg von der Kunstszene in der Innenstadt. Hier haben sie Gelegenheit, die künstlerische Arbeit kennenzulernen", erklärt er.

"Mich hat zunächst vor allem die Technik interessiert", sagt Olivia Lehmann. Die 15-Jährige besucht eine zehnte Klasse in der Rudolf-Virchow-Oberschule. Dann hat sie beeindruckt, was man alles aus Metallschrott machen kann. Eine Idee, wo das fertige Kunstwerk stehen soll, hat sie schon. "Möglichst nahe am Betonia, sodass man es von dort sehen kann." Dominique Klinkowski (18) würde das fertige Kunstwerk dagegen lieber dort präsentieren, wo viele Menschen es sehen können. Das wäre beispielsweise auf der freien Fläche vor dem S-Bahnhof Ahrensfelde.


Harald Ritter / hari
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