Nach Einsturzgefahr: Unterrichtsräume bestehen Statiktest

Marzahn-Hellersdorf. Die Mobilen Unterrichtsräume (MUR) in Berlin sind in den vergangenen Wochen wegen Einsturzgefahr in die Kritik geraten. Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf mussten drei Schulcontainer wegen statischer Probleme gesperrt werden.

Marzahn-Hellersdorf hat 62 solcher mobiler Unterrichtsräume. 19 dieser Container stammen von der Firma Kesting. Nur mit diesen Räumen hat es laut dem zuständigen Immobilienstadtrat Stephan Richter (SPD) Probleme in Steglitz gegeben. "Drei unserer Schulcontainer sind gleichen Bautyps", teilte Richter auf Nachfrage der Berliner Woche mit. "Nur der zweigeschossige Bau hatte die statischen Probleme", sagte Richter. Das Hochbauamt hat mit Statikern alle drei Schulcontainer überprüft. Richter konnte jetzt Entwarnung geben. In Marzahn-Hellersdorf gibt es keine Probleme. Der Stadtrat sagte, dass sowohl die Grundschule am Fuchsbau im Dankratweg in Biesdorf als auch die Lomonossow Grundschule in der Allee der Kosmonaten 120 untersucht wurden. "Bei allen Schulen gibt es keine statischen Probleme." Eine Besonderheit ist noch die mobile Schule im Habichtshorst in Biesdorf. Die Schule besteht nur aus diesen Schulcontainern. Die 480 Schüler werden noch so lange in den Räumen bleiben müssen, bis die neue Schule in der Köpenicker Straße/Habichtshorst fertig ist. Wie Richter betonte, ist die Eröffnung der Schule zum Schuljahr 2018/19 geplant.

Bis jetzt wurden nur die mobilen Unterrichtsräume untersucht, bei denen es statische Probleme gegeben hat. "Wir werden jetzt auch die anderen Schulcontainer dieser Firma untersuchen", betonte Richter. Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf gibt es Schulcontainer von drei unterschiedlichen Herstellern. "Alle können wir natürlich nicht überprüfen", erklärte Stephan Richter. Aber er kündigte an, dass es auch bei den mobilen Unterrichtsräumen der anderen beiden Hersteller stichpunktartige Kontrollen geben wird. Diese Schulcontainer wurden Anfang der 90er-Jahre in allen Berliner Bezirken errichtet, als die Zahl der Schüler kräftig stieg. Geplant war, dass sie fünf Jahre lang genutzt werden können. Inzwischen stehen einige dieser provisorischen Schulen schon mehr als 15 Jahre.


Klaus Tessmann / KT
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