Ladenbesitzer in den Ringkolonnaden klagen über wiederholte Einbrüche

Marzahn. Laut aktuellem Kriminalitätsatlas stieg in Marzahn-Mitte von 2014 auf 2015 die Zahl der Wohnungseinbrüche um mehr als das Doppelte. Einbrecher haben es dabei vor allem auch auf Geschäfte abgesehen.

Der südliche Teil des Gebäudekomplexes wurde bereits im Jahr 2010 abgerissen. Auch einige Hochhäuser in der Nähe am Rand des Bürgerparks fielen der Abrissbirne zum Opfer. Außer zur Einkaufsstraße hin in Richtung der Plaza Marzahn sind die restlichen Ringkolonnaden nachts meist in tiefes Dunkel getaucht. Besonders die Gewerbetreibenden im Bereich der nördlichen Ringkolonnaden stöhnen über Einbrüche in den zurückliegenden Jahren. Von der Physiotherapie-Praxis über das Café bis hin zum Malermeister waren alle betroffen. Auch über die Einkaufsstraße hinaus bis zur Plaza berichten Händler von Einbrüchen. Die Diebe hatten es weniger auf die Waren als auf Geld und Wertsachen abgesehen.

„Bei uns wurde mehrfach eingebrochen“, bestätigt Monika Czernachowski vom Büro der Plaza Berlin-Marzahn GmbH & Co. KG. Der letzte Einbruch liege allerdings schon mehr als ein Jahr zurück. „Danach haben wir uns von der Polizei beraten lassen und neue Sicherheitsmaßnahmen ergriffen“, erläutert sie.

Allerdings sind technische Vorrichtungen gegen Einbrüche kostspielig und für kleine Gewerbetreibende oftmals zu teuer. Der jüngste Einbruch bei der Orthopädie-Schuhmacher GmbH „Jacob Böhme“ in den Ringkolonnaden war im Oktober. „Die Einbrecher haben die Tür ausgehebelt und nach Geld und Wertsachen gesucht“, erzählt Filialleiter Norbert Zwanziger. Vor etwa einem Jahr nahmen sie sogar den Safe mit.

Auch bei Frank Thier wurde erst jüngst wieder eingebrochen. Er betreibt unter dem Namen Ex Aequo in den Ringkolonnaden ein Reisebüro. „Gefunden haben die Einbrecher nichts, aber der Schaden an den Jalousien belief sich erneut auf über 1200 Euro“, erklärt er. Solche Schäden bereiten gerade kleinen Gewerbetreibenden große Kopfzerbrechen. Nicht immer melde er diese seiner Versicherung. „Dann steigt auch noch die Versicherungsprömie“, sagt er und fordert mehr nächtliche Polizeikontrollen. hari
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