Mehr Sicherheit nur in Mahlsdorf

Marzahn-Hellersdorf. Die Kriminalität hat in Berlin im vergangenen Jahr zugenommen. In Marzahn-Hellersdorf sank sie dagegen, allerdings nicht überall.

Einen Anstieg verzeichnete die Berliner Polizei 2015 in Marzahn-Mitte und in Biesdorf. In Marzahn wurden mehr Autos gestohlen als 2014 und in Biesdorf gab es wesentlich mehr Wohnungseinbrüche.

Der Ende Juli von der Berliner Polizei herausgegebene aktuelle Kriminalitätsatlas weist in Berlin insgesamt einen Anstieg der Straftaten von knapp fünf Prozent aus. Wurden 2014 insgesamt 534 156 Verbrechen registriert, waren es 569 549 im vergangenen Jahr. Schwerpunkte der Kriminalität in Berlin sind Mitte, das Regierungsviertel, und die City-West um den Kudamm.

In Marzahn-Hellersdorf ging wie in anderen Berliner Randbezirken die Zahl der Straftaten von 24 285 auf 23 245 zurück. Das sind etwas mehr als vier Prozent. Ein Plus an Sicherheit konnten vor allem die Mahlsdorfer genießen. In ihrem Ortsteil sank die Zahl der Straftaten um fast die Hälfte: von 1925 auf 1171. Das sind fast 40 Prozent.

Autobesitzer in Marzahn-Mitte müssen dagegen um ihr Fahrzeug fürchten. Die Zahl der Autodiebstähle verdoppelte sich fast: von 79 auf 135. Auch in den anderen Ortsteilen ist dieses Phänomen zu beobachten. In Kaulsdorf etwa von 15 auf 28.

Eine Erklärung für den rasanten Anstieg hat die Polizei nicht. Der stellvertretende Pressesprecher der Berliner Polizei, Thomas Neuendorf, weist lediglich auf die große Zahl an unbewachten Großraumparkplätzen in Marzahn hin. „Die Täter können weitgehend auf diesen Plätzen ungestört agieren“, erklärt er. Und über die Autobahn ist die polnische Grenze schnell erreicht.

Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in allen Ortsteilen wie in Berlin und im gesamten Bundesgebiet gestiegen. Besonders stark betroffen war Biesdorf. Die Zahl der Einbrüche schnellte von 62 auf 169 Fälle im vergangenen Jahr hoch. Zwei Banden konnte die Polizei als Täter ermitteln. Die eine versuchte nachts über die Hauseingangstüren jeweils in gleich mehrere Häuser einzudringen. Die andere bohrte die Rahmen von Fenstern und Türen an. Bei jeder zweiten Tat blieb es jedoch beim Einbruchsversuch. hari
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