Ausstellung über die Gruppe „Neon Real“ im alten Rathaus Marzahn

Wann? 12.04.2018 18:00 Uhr

Wo? Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz 8, 12681 Berlin DE
Berlin: Rathaus Marzahn |

In der Reihe „Kostbarkeiten“  sind ab 12. April Arbeiten der Gruppe „Neon Real“ zu sehen. Die Mitglieder erregten mit ihren Werken jenseits der offiziellen Kunstszene in der DDR Aufsehen.

Die Künstler der Gruppe „Neon Real“ stellten sich in den 1970er Jahren quer zur offiziellen Kunstproduktion und wurde auf dem Gebiet der Bildenden Künste zu einem Vorreiter der Punkszene in der DDR. Mit dem Begriff „Neon Real“ verband sich eine Hinwendung zur Gegenwart und dem Alltag. Nicht mehr der „sozialistische Mensch“, sondern der Mensch in seiner Widersprüchlichkeit wurde in den Fokus gestellt. Zu dem Zeitpunkt wirkten ihre Arbeiten unangepasst, aufmüpfig und skandaltauglich.

Die Künstlergruppe wurde Anfang der 1980er Jahre von Rolf Biebl, Harald K. Schulze und dem Marzahner Clemens Gröszer gegründet. Die drei Künstler setzten unter dem Markenzeichen „Neon Real“ bewusst auf lustvolle, virtuose Provokation und bedienten sich dabei der unterschiedlichsten Materialien und Sprachformen.

Clemens Gröszer (1951-2014) beispielsweise beschäftigte sich in den 1970er- Jahren mit der Landschaftsmalerei. Daneben erarbeitete er sich druckgrafische Techniken der Radierung, des Kupferstichs und ab 1980 der Lithografie. Seit 1978 experimentierte er mit Klang- und Kinetik-Objekten und begann, Super-8-Filme zu drehen.

Mit der inzwischen neunten Ausstellung der Reihe „Kostbarkeiten“ im alten Rathaus Marzahn geht die Bezirksverordentenversammlung einen weiteren Schritt, besondere künstlerische Entwicklungen in der DDR der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Ausstellung hat der Mahlsdorfer Geschäftsmann und Kunstsammler Michael Wiedermann kuratiert. Sie wird am Donnerstag, 12. April, um 18 Uhr im alten Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz 8, eröffnet. Dort ist sie bis zum 30. Juni Mo-Fr von 8 bis 18 Uhr zu besichtigen.
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