Die IGA 2007 GmbH startet Weideprojekt für bedrohte Tiere

Agraringenieurin Josephine Neumann und der Brandenburger Landwirt Werner Mette führen die drei Dülmener Pferde auf ihre neue Weide im Wuhletal. (Foto: Lichtschwärmer)

Marzahn-Hellersdorf. Die IGA bekommt eine weitere Attraktion. Besucher der internationalen Gartenschau werden ab Mitte April auch Tiere auf dem Gelände weiden sehen können.

Mit dem sogenannten Arche-Park will die IGA 2017 GmbH ihr Konzept einer auf das Grün in Großstädten zugeschnittenen Gartenschau abrunden. Hierzu gehört auch zunehmend die Tierhaltung, die in die Pflege von Grünflächen und Landschaften eingebunden ist.

Die IGA-Geschäftsführung wählte solche Tierrassen aus, die vom Aussterben bedroht sind und auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen. Drei dieser Tierrassen wurden Anfang Februar auf dem Gelände der internationalen Gartenschau angesiedelt und erhielten eigene Weideflächen.

Vom IGA-Haupteingang in Hellersdorf kommend werden die Besucher zunächst auf Nell, Natascha und Missa treffen. Das sind drei Stuten, die auf den Grasflächen zwischen der Wuhle und dem Kienberg weiden. Die Stuten gehören der Rasse „Dülmener“ an und kommen aus der Lüneburger Heide. „Diese Pferderasse gilt als besonders gutmütig und freundlich“, sagt Josephine Neumann. Die Agraringenieurin betreut die Tiere im Auftrag der IGA 2017 GmbH.

Auf der Wiese am Koppfelfließ in den Gärten der Welt wurden die drei Rinder Orka, Orlana und Bonita sowie das gerade sechs Wochen alte Kalb Brienne angesiedelt. Es handelt sich um Tiere der Rasse „Rotes Höhenvieh“. Diese Rinder waren früher einmal heimisch im Harz. Wie auch die Pferde gelten die Rinder als sehr robust und an das Leben in freier Natur gewöhnt.

Sechs Schafe nahe des neuen Englischen Gartens machen die IGA-Arche zunächst komplett. Drei der Schafe sind „Skudden“, die aus dem Britzer Garten stammen, und drei „Coburger Füchse“ kommen aus Biesenthal.

Der Arche-Park ist eins der deutschlandweit rund 90 Arche-Projekte der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) und Bestandteil des langfristigen Nachnutzungskonzeptes der IGA. Darin ist vorgesehen, weitere Artgenossen der Tiere zu halten. Auch die Pferdekoppel im Wuhletal soll erhalten bleiben. Dieser Bereich wird nach der IGA im Herbst und dem Abbau von Zäunen wieder in die Verwaltung durch den Bezirk übergehen. Der Kienberg und das Wuhletal bilden dann einen neuen Volkspark. hari
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.