Mehr als nur Sprüche: Kunstaktion regt zum Innehalten und Nachdenken an

Der Altlandsberger Platz ist einer der vier Orte im Bezirk, auf denen Spruchbänder Spaziergänger und Passanten zum „Lustmarsch durchs Poesiegelände“ einladen. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Passanten werden gegenwärtig an unterschiedlichen Plätzen im Bezirk mit merkwürdigen Spruchbändern konfrontiert. Wer einen Spruch liest, wird Teil einer Kunstaktion.

Die Kunstaktion mit dem Titel „Lustmarsch durchs Poesiegelände“ ist ein Unternehmen der Galerie M. Diese hat sich zu der „temporären Intervention“ mit Künstlern und Jugendlichen aus dem Bezirk zusammengetan. Im Grunde handelt sich um eine Form der künstlerischen Installation, bei der die Betrachter der Spruchbänder Teil des Geschehens werden.

Die Spruchbänder finden sich auf dem Victor-Klemperer-Platz, dem Altlandsberger-Platz, im Wiesenpark und auf dem Alice-Salomon-Platz. Auf ihnen befinden sich kurze, aphorismenartige Texte, die die den Gang durch den Kiez oder einen Spaziergang durch ihr unerwartetes Auftauchen zu einem besonderen Erlebnis machen sollen.
Die Sprüche, so zusammenhanglos sie erscheinen mögen, sollen zum Nachdenken und zu einer neuen Sicht auf die gewohnte Umgebung anregen.

Als Künstler sind Bazon Brock und Joachim Knobloch an der Aktion beteiligt. Brock, geboren 1936, ist einer der Vordenker der Aktionskunst in Deutschland. Knobloch, geboren 1967, gehört zu den bekanntesten deutschen Installationskünstlern der mittleren Generation. Die Texte von Jugendlichen aus dem Bezirk entstanden in Zusammenarbeit mit den Jugendfreizeiteinrichtungen „Fair“ und „Eastend“.

Die Installationen sind auf den genannten Plätzen bis Sonntag, 5. Juli, zu sehen. Mehr Infos unter www.galerie-mh.de.

hari
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