Von der IGA zum Kienbergpark: Gartenschau hinterlässt grünen Volkspark

Die Aussichtsplattform „Wolkenhain“ wird von der IGA-Attraktion zu einer Attraktion im künftigen Kienbergpark. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Die Internationale Gartenausstellung Berlin (IGA) 2017 läuft noch bis 15. Oktober und zieht viele Blicke mit ihren Attraktionen und Veranstaltungen auf sich. Dabei geht mitunter der Blick dafür verloren, wie die Internationale Gartenausstellung den Bezirk nachhaltig verändert und noch verändern wird.

Das Gelände der IGA umfasst rund 100 Hektar zwischen Blumberger Damm und der Hellersdorfer Straße. Das sind eine Million Quadratmeter attraktives Grün mit vielem, das sehenswert ist. Nach Beendigung der Internationalen Gartenausstellung im Oktober wird es wieder die Gärten der Welt geben und den neuen Kienbergpark, einen Volkspark, der allen kostenlos zugänglich ist.

Beide, die Gärten der Welt und der Kienbergpark, umfassen jeweils die Hälfte der Fläche der gegenwärtigen internationalen Gartenschau. Die Gärten wurden im Zuge der Vorbereitungen auf die IGA um eine ganze Reihe von Attraktionen bereichert. Hierzu gehören der neue Haupteingang am Blumberger Damm, die neue Freilichtbühne „Arena“, der englische Cottage-Garten, die Tropenhalle am Eingang Eisenacher Straße und die neuen Themengärten entlang der Umzäunung zum Biesdorfer Siedlungsgebiet im Süden der Gärten.

Der Kienbergpark wird das gesamte große städtische Gebiet zwischen dem gegenwärtigen IGA-Haupteingang an der Hellersdorfer Straße und dem Wuhletal um den Wuhlesee sowie dem Kienberg umgreifen. Die Flächen wurden im Zuge der Vorbereitung zur IGA zu einem attraktiven Grünzug umgestaltet mit viel Platz für Erholungs- und Natursuchende. Es ist zu einem großen städtischen Parkgelände mit Freizeitwert und besonderen Attraktionen geworden. Es soll ab 31. März kommenden Jahres wieder frei zugänglich sein. Die Pflege des Parks übernimmt die Grün Berlin GmbH.

Eine der größten Attraktionen wird die für die IGA-Besucher gebaute Seilbahn bleiben. Alle drei Stationen, auch die am neuen Haupteingang der Gärten der Welt am Blumberger Damm, werden außerhalb des umzäunten Geländes der Gärten der Welt liegen. Die Seilbahn soll mindestens noch drei Jahre nach dem Ende der IGA in Betrieb bleiben. „Für die Nutzung werden derzeit unterschiedliche Ticketlösungen geprüft. Es ist auch beabsichtigt, diese in das Preisgefüge der Gärten der Welt über ein Kombiticket einzubinden“, erklärt IGA-Pressesprecherin Sabine Wacker.

Die futuristisch anmutende Aussichtsplattform „Wolkenhain“ auf dem Kienberg ist heute schon ein neues Wahrzeichen des Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Sie wird eines der wichtigsten, wenn nicht das wichtigste Ziel vieler Besucher auch des Kienbergparks werden.

Ein weiter viel besuchter Ort im Kienbergpark dürfte auch nach Beendigung der IGA das Umweltbildungszentrum am Wuhlesee bleiben. Die am Wuhlesee anliegende Terrasse lädt zum Verweilen und zum Beobachten der Tiere und Vögel im und über dem Wasser ein. Die für die IGA angelegte Kienbergpromenade ermöglicht Spaziergänge vorbei an den Kienbergterrassen mit zahlreichen Obstgehölzen und offenen Wiesenbereichen.  Das alles wird für Fußgänger leicht erreichbar sein vom heutigen Haupteingang der Gärten der Welt und über den Wuhlesteg, der nach der IGA auch kostenfrei passierbar ist. hari
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