Die älteste aktive Turnerin der Welt besuchte das Haus des Sports

Senioren-Turnerin Johanna Quaas warb im Haus des Sports in der Eisenacher Straße für aktiven Sport im Alter. (Foto: hari)

Marzahn. Der Bezirkssportbund ehrte mit Johanna Quaas die vermutlich älteste aktive Turnerin der Welt. Die Veranstaltung im Bezirkssportmuseum wurde auch zu einem Appell für Fitness im Alter.

Ein mehrere Meter hohes und breites Transparent bildete den Hintergrund für den Presseauftritt von Johanna Quaas am Mittwoch, 13. Mai, im Haus des Sports. Darin ist die fast 90-Jährige in einem kühnen Abschwung vom Barren zu sehen. Das Transparent wird in den Bestand des Sportmuseums übergehen.

Der Auftritt im Sportmuseum war eine Zwischenstation auf der Reise der Turnerin in die USA. In Oklahoma City wurde sie als erste Freizeitsportlerin der Welt mit dem "Nadia Comaneci Fairness Award" ausgezeichnet. Außerdem wurde sie während des Amerika-Besuchs in die International Gymnastics Hall of Fame aufgenommen.

Jenseits des Atlantiks ist die Deutsche als "Grandma Quaas" überaus bekannt. Dafür sorgten 2012 mehrere Filme, die auf der Internetplattform "Youtube" veröffentlicht wurden und sie bei Auftritten während des Turniers der Meister in der Lausitz Arena in Cottbus zeigten. Im selben Jahr wurde sie als "älteste Turnerin der Welt" in das Guinnessbuch der Rekorde eingetragen.

Die Hallenserin treibt seit ihrer Kindheit Sport. Eine Karriere als Turnerin brach sie im Zuge der Wirren des Zweiten Weltkrieges ab. Sie spielte erfolgreich Handball, studierte Sport und wurde Sportlehrerin und Turntrainerin. Im Alter von 57 Jahren begann sie 1982 wieder selbst zu turnen und überflügelte sofort die Turnerinnen ihrer Altersklasse. Inzwischen ist sie zum elften Mal in Folge Deutsche Seniorenmeisterin im Turnen.

Ihren Besuch beim Bezirkssportbund nutzte die Turnerin, um eine Lanze für den Seniorensport zu brechen. Sie selbst absolviert fast täglich Fitnessübungen neben ihrem Trainingsprogramm. Dabei sprach sie offen über körperliche Probleme, die auch sie im Alter plagen. "Wenn ich mit dem Sport aufhöre, wird es nicht besser", erklärte sie.


Harald Ritter / hari
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