Bezirksamt stellt sich auf mehr Investitionen ein

Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Wirtschaft und Stadtentwicklung, stellte das Konzept zur Infrastrukturentwicklung des Bezirks vor. (Foto: Harald Ritter)

Marzahn-Hellersdorf. Der Bezirk wächst schneller als vorausgesehen und braucht in Zukunft mehr Kitas und Schulen als erwartet. Das ist die Botschaft des vom Bezirksamt vorgestellten Infrastrukturkonzepts.

Die Daten für das Konzept wurden in den zurückliegenden Monaten im Auftrag des Stadtentwicklungsamtes von allen Abteilungen des Bezirksamtes zusammengetragen. Marzahn-Hellersdorf legt damit als erster aller Berliner Bezirke eine auf aktuellen Daten beruhende Analyse der Entwicklungen bis 2030 vor. „Das Wachstum ist rasant, rasanter als in der Bevölkerungsprognose des Senats angegeben“, betont Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Wirtschaft und Stadtentwicklung. Er stellte Mitte August das Infrastrukturkonzept des Bezirks auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor.

Die Prognose der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ging im Jahr 2012 davon aus, dass die Einwohnerzahl bis 2030 in ganz Berlin wachsen werde. Das galt auch für den Bezirk, mit Ausnahme des Ortsteils Marzahn. Hier sollte die Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten sogar weiter schrumpfen. Tatsächlich ist auch die Bevölkerung in der Großsiedlung bereits bis 2013 um 2000 Einwohner auf 105 000 Einwohner gestiegen.


Dem gesamten Bezirk sagte die Prognose des Senats bis 2020 ein Wachstum von insgesamt 7800 Einwohnern voraus. Dieser Wert wurde schon in diesem Jahr erreicht. Das Bezirksamt geht davon aus, dass statt gegenwärtig rund 157 000 im Jahr 2030 im Bezirk über 272 000 Menschen leben werden. Unter den Zuziehenden sind besonders viele junge Familien mit Kindern. Entsprechend wächst der Bedarf an Kita-Plätzen, Schulen und Spielplätzen, aber auch an Sportplätzen und Sporthallen. Bis 2030 werden voraussichtlich unter anderem 19 Kitas, sieben Grundschulen und drei weitere Oberschulen im Bezirk benötigt. „Wir werden in den kommenden Jahren wieder mehr investieren müssen“, erklärt Stadtrat Gräff. Hierzu brauche der Bezirk die Unterstützung des Senats, denn aus dem Bezirkshaushalt sei die Finanzierung nicht zu sichern. hari
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