Debatte zur Umbenennung des Bezirks auf Eis gelegt

Marzahn-Hellersdorf. Ein neuer Name für den Bezirk? Erst einmal wohl nicht. Die von SPD-Bundestagskandidat Dmitri Geidel während des Wahlkampfs ins Spiel gebrachte Idee, ist nach kurzer Debatte wieder vom Tisch.

Geidel hatte den Namen „Marzahn“ vorgeschlagen. Er begründete ihn damit, dass der bisherige Doppelname Marzahn-Hellersdorf die Identifizierung der Bewohner mit dem Bezirk erschwere. Geidels Parteifreund, der SPD-Abgeordnete Sven Kohlmeier, brachte den Vorschlag ein, den Bezirk in „Kienberg“ umzubenennen. Der Kienberg sei inzwischen besonders durch die IGA bekannt. Inzwischen ruderte Kohlmeier wieder zurück. „Debatten um den Bezirksnamen sollten erst wieder geführt werden, wenn dazu Initiativen aus der Bevölkerung kommen“, erklärte er im Oktober auf Anfrage. Geidel ließ eine Anfrage der Berliner Woche bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Die Umbenennung des Bezirks ist keine neue Idee. Die CDU hatte vor der Bezirksfusion 2001 dem Großbezirk den Namen „Wuhletal“ verpassen wollen. Der CDU-Kreisverband trägt bis heute diesen Namen. "Unsere Position zum Bezirksnamen ist bekannt. Diese Frage ist jedoch seit einigen Jahren nicht Gegenstand der Diskussion, weil weitaus drängendere Fragen auf der Tagesordnung sind", erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Mario Czaja gegenüber dieser Zeitung.

Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) will sich gar nicht erst an einer Namensdebatte  beteiligen. „Bei der Bezirksfusion hat die damalige BVV eine entsprechende Klärung zum Bezirksnamen herbeigeführt. Ich kann nicht erkennen, dass dieses Thema aktuell die Bürger wirklich umtreibt, wie Herr Geidel meint.“ hari
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