Der Verein Straßenkinder kann Flüchtlingsprojekt starten

Die Scheckübergabe fand Mitte März im Kinder- und Jugendhaus Bolle in Marzahn statt. Mit dabei (von links) Stadtrat Christian Gräff (CDU), die Unternehmerin Dagmar Vogt, der Vereinsvorsitzende von Straßenkinder Eckhard Baumann und der Berliner SPD-Fraktionschef Raed Saleh, der sich intensiv um die Integrationsarbeit in Berlin bemüht.
Berlin: Kinder- und Jugenhaus Bolle |

Marzahn. Das Berliner Unternehmerehepaar Dagmar Vogt und Anton Milner hat 200 000 Euro für das neue Integrationsprojekt des Vereins Straßenkinder an der Hohensaatener Straße gespendet. Mit dem Geld soll ein Integrationsprojekt für Flüchtlingskinder ins Leben gerufen werden.

Dem Unternehmerehepaar ist mit der Firma ib vogt GmbH auf dem Feld der Solarenergie europaweit tätig. Mit ihrem Geld legen sie die Basis für das neue Integrationsprojekt des Vereins mit dem Namen „All Kids“. In dem Projekt sollen Flüchtlingskinder an die Gesellschaft in Deutschland herangeführt werden. Dabei geht es zunächst darum, dass sie mit pädagogischer Begleitung ihre Umgebung in Marzahn und ganz Berlin kennenlernen. In unmittelbarer Nähe des Kinder- und Jugendhauses an der Hohensaatener Straße gibt es zwei Flüchtlingsunterkünfte, im Blumberger Damm und im Glambecker Ring. Ziel ist letztlich, dass sie die Gesellschaft und Kultur in Deutschland erfahren und verstehen lernen. Darin sind auch Begegnungen mit Kindern deutscher Herkunft inbegriffen.

„Wir können mit dem Geld aus der Spende neue Mitarbeiter einstellen, die sich ausschließlich um Flüchtlingskinder kümmern“, sagt Eckhard Baumann, Vorsitzender des Vereins Straßenkinder. Die bisherige Arbeit mit Straßenkindern und Kindern aus dem Kiez werde davon unabhängig ohne Abstriche fortgeführt. In der Hohensaatener Straße betreibt der Verein sein Kinder- und Jugendhaus mit Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche aus Marzahn. Mit „All Kids“ wende sich sein Verein einer aktuellen und wichtigen gesamtgesellschaftlichen Aufgabe zu. hari

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