Kulturausschuss will an Jahrestag der Sinti und Roma-Verfolgung erinnern

Berlin: Gedenkstätte |

Marzahn. Das Bezirksamt soll 2016 mit einer größeren Veranstaltung der Verfolgung der Sinti und Roma während der Nazizeit gedenken. Anlass ist der 80. Jahrestag der Errichtung des Internierungslagers nahe des heutigen S-Bahnhofs Raoul-Wallenberg-Straße.

Die Gedenkveranstaltung soll öffentlich sein und in dessen Vorbereitung soll der Landesverband der Sinti und Roma Berlin-Brandenburg einbezogen werden. So sieht es ein fraktionsübergreifender Antrag vor, der vom Ausschuss für Kultur und Weiterbildung der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen wurde.

Anfang 1936 wurden die Weichen gestellt, die Berliner Sinti und Roma während der Olympischen Spiele in der Reichshauptstadt aus dem Stadtbild verschwinden zu lassen. Sie wurden ab Juni des Jahres am Rande von Rieselfeldern nahe des Marzahner Friedhofs in ein dafür extra errichtetes Internierungslager gebracht. Das Lager bestand bis 1943. Viele Internierte wurden in Vernichtungslager gebracht und ermordet.

Seit 2011 existiert nahe des ehemaligen Lagergeländes auf dem Otto-Rosenberg-Platz eine Gedenkstätte. Der Platz wurde nach dem ehemaligen Insassen des Lagers und späteren Landesvorsitzenden der Deutschen Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, Otto Rosenberg (1927-2001), benannt.

Mit der Veranstaltung soll einerseits der Verbrechen gegen die Sinti und Roma gedacht werden. Anderseits soll sie einen Beitrag im Kampf gegen heute noch weit verbreitete Vorbehalte gegen diese ethnische Gruppe leisten. hari
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