Marzahner Bürgeramt ist spitze

Zwei bis drei Wochen müssen Kunden derzeit bis zum Termin im Bürgeramt am Elsterwerdaer Platz warten. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Bis Ende dieses Jahres sollen alle Bürgerämter Termine innerhalb von zwei Wochen anbieten. Dies hat das Abgeordnetenhaus mit den Stimmen der rot-rot-grünen Regierungskoalition beschlossen.

Mit dem Beschluss will das Abgeordnetenhaus die Effizienz der Bürgerämter erhöhen. Dies soll unter anderem durch eine Standardisierung der Abläufe erreicht werden. Zudem verfügten die Bürgerämter erstmals seit Langem über genügend Personal, ihre Aufgaben zu schultern.

Die drei Bürgerämter in Marzahn-Hellersdorf haben tatsächlich 2015 und 2016 neun neue Personalstellen zugebilligt bekommen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 41. Damit lässt sich die Arbeit besser bewältigen als 2015, als sich berlinweit lange Warteschlangen in und vor den Bürgerämtern bildeten.

Nach dem Senatsschlüssel müssen die Bürgerämter des Bezirks jährlich 229 000 Kunden bedienen. Diese Zahl wird in Marzahn-Hellersdorf bis Jahresende mit voraussichtlich 208 000 Kunden fast erreicht. Die Quote des Bezirks liegt damit über 90 Prozent, im Berliner Durchschnitt schaffen die Bürgerämter nur 70 Prozent.

Die jetzt beschlossene Zielmarke für die Vergabe von Terminen über das Internet ist im Bezirk fast erreicht. „Die Wartezeit beträgt gegenwärtig im Schnitt drei Wochen“, sagt Adolf Herbst, Leiter des Amtes für Bürgerdienste. Sie sei in den einzelnen Bürgerämtern aber nicht identisch. Während das Bürgeramt an der Marzahner Promenade nur wenige Tage Vorlauf brauche, betrüge dieser im Bürgeramt am Elsterwerdaer Platz zwei bis drei Wochen und in Helle Mitte vier bis fünf Wochen. Diese unterschiedlichen Werte ließen sich durch Unterschiede bei den krankheitsbedingten Ausfällen bei den Mitarbeitern erklären.

Längere Wartezeiten von bis zu 45 Minuten gebe es in den Bürgerämtern des Bezirks gegenwärtig nur zu Beginn der Öffnungszeiten. Wenn sich die Mitarbeiter auf den jeweils aktuellen Andrang eingestellt und entsprechend organisiert haben, sänken die Wartezeiten wieder. „Es würde uns helfen, wenn noch mehr Bürger die Möglichkeit der Terminvereinbarung online nutzten“, erklärt Hebst. Hilfreich wäre auch, wenn alle genehmigten Stellen auch stets besetzt wären. Es gibt eine hohe Fluktuation, auch weil Mitarbeiter häufig zu besser bezahlten Arbeitsstellen außerhalb der Verwaltung wechseln. Außerdem dauern Neubesetzungen zu lange. Gegenwärtig sind in den Bürgerämtern drei Stellen nicht besetzt, im Jahresdurchschnitt fehlen ein bis zwei Mitarbeiter. hari
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