Senat legt Standorte für Flüchtlingsheime fest

Die Containeranlage am Blumberger Damm wurde im Sommer 2015 als zweite reguläre Flüchtlingsunterkunft im Bezirk in Betrieb genommen. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Die neuen Standorte für Flüchtlingsheime stehen bis auf einen fest. Mit dem Bau der Containerdörfer werden Notunterkünfte entlastet und Sporthallen wieder frei.

Die beiden Containerdörfer werden auf Grundstücken an der Zossener Straße und am Frankenholzer Weg errichtet. In ihnen können jeweils bis zu 500 Menschen wohnen. Die Container an der Zossener Straße 138 in Hellersdorf sollen schon im Juni stehen.

Ob nördlich des Frankenholzer Weges am Blumberger Damm das zweite Heim entsteht, ist noch nicht sicher. Es ist der Alternativvorschlag des Bezirksamtes. Das zunächst vorgesehene Grundstück Alt-Biesdorf 30 war vom Senat wegen der unmittelbaren Nähe zur vielbefahrenen und lauten B1/B5 als ungeeignet abgelehnt worden. Bis Redaktionsschluss hatte der Senat dem Ersatzstandort noch keine Zustimmung erteilt.

Außer den beiden Containerdörfern werden fünf sogenannte MUFs (Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge) errichtet. Sie sind im Grunde normierte Plattenbauten für rund 450 Personen.

An den beiden MUFs an der Paul-Schwenk-Straße und der Bitterfelder Straße 16 wird bereits gebaut. Sie sollen spätestens Ende 2016 fertig sein.

Vom Senat bestätigt sind auch die beiden MUF-Standorte neben der Albert-Kuntz-Straße 41 und an der Rudolf-Leonhard-Straße 13. Noch diskutiert wird über die Planungen zum Standort Buckower Ring 54-56. Hier möchte der Bezirk in einem Modellprojekt sozialen Wohnungsbau und Wohnraum für Flüchtlinge miteinander verbinden.

Im Bezirk gibt es gegenwärtig elf Standorte, an denen Flüchtlinge untergebracht sind. Nur drei davon sind reguläre Unterkünfte. Das sind das Flüchtlingsheim an der Maxie-Wander-Straße, die Containeranlage am Blumberger Damm und ein kleiner Teil von Wohnungen in Hochhäusern an der Otto-Rosenberg-Straße.

Notunterkünfte sind in ehemaligen Geschäftsräumen an der Bitterfelder Straße, in einer ehemaligen Schule am Glambecker Ring, in einem von Vivantes freigezogenen Gebäude am Brebacher Weg und vier Sporthallen. „Es gibt eine Vereinbarung, dass die Hallen freigezogen werden, sobald der erste Containerstandort fertig ist“, sagt Bürgermeister Stefan Komoß (SPD).

Insgesamt leben derzeit rund 2800 Flüchtlinge in Marzahn-Hellersdorf. Mit den neuen Standorten könnten bis zu 3500 Menschen hinzukommen. hari
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