42 Millionen Euro fließen in Marzahner Industriegebiet

Feuerwehrleute brachten ein Transparent mit der Aufschrift "Berlins größtes Industriegebiet" an. (Foto: hari)

Marzahn. Nördlich der Bitterfelder Straße entsteht Berlins größtes Industriegebiet. Das Land will dort Firmen ansiedeln, die Produkte zum Nutzen der Umwelt herstellen.

Mit einem großen Knall begannen die Bauarbeiten für den neuen Clean Tech Business Park. Eine Firma sprengte auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerks Falkenberg einen Schornstein. Das Gelände umfasst ein Fläche von rund 90 Hektar und soll der Ansiedlung von Unternehmen der sauberen, um weltfreundlichen Technologien im Bezirk dienen. Insgesamt stellen Bund und Land 42 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung. Mit dem Geld werden in den kommenden drei Jahren die Anlagen des Klärwerkes Falkenberg abgerissen und das gesamte Gelände planiert. Neben der Verlegung von Anschlüssen für Wasser, Abwasser, Strom ist der Bau von Verbindungsstraßen vorgesehen. "Wenn der Park fertig ist, brauchen die Unternehmen hier gewissermaßen nur einstöpseln und können mit dem Bau ihrer Anlagen beginnen", sagt Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff (CDU). Den Knopf für die Sprengung des Schornsteins drückte Wirtschaftssenator Michael Müller (SPD). Er bezeichnet den Clean Tech Businesspark in Marzahn als ein "wichtiges Projekt für Berlin". Der Park sei ein "Meilenstein für Berlin als Standort für Zukunftsindustrien und -Technologien."

Knapp die Hälfte des Parks (40 Hektar) gehört dem Land und wird vom Bezirk verwaltet. Den größten Teil der Fläche (50 Hektar) stellen die Berliner Wasserbetriebe zur Verfügung. Sie stellen ihre Fläche auf 15 Jahre zur gemeinschaftlichen Vermarktung ab.

Die Vermarktung des Industrieparks hat die Berlin Marketing GmbH übernommen. Sie soll Unternehmen finden und für eine Ansiedlung zu interessieren.

Ein Unternehmen existiert an dem Standort bereits, die Inventux Solar Technologies GmbH. Der Hersteller von Solarzellen hat vor Monaten erst im Rahmen der Krise der Solarindustrie ein Insolvenzfahren überstanden.

Das Spektrum der Firmen, für die der Standort interessant sein könnte, reicht aber weit über die Hersteller von Solarzellen hinaus. Beispielsweise hat ein Hersteller von Batterien, in denen erneuerbare Energien gespeichert werden, bereits sein Interesse an einer Ansiedlung bekundet.


Harald Ritter / hari
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