Arbeitslosigkeit von Jugendlichen sank um 14,5 Prozent

Thomas Koch (Mitte) vom gleichnamigen Autohaus im Gespräch mit Mitarbeitern. Der Unternehmer unterstützt den Masterplan des Bezirksamtes. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Der Masterplan "Arbeit und Ausbildung" ist ein Erfolg. Damit gelingt es, die Jugendarbeitslosigkeit stärker als im Vergleich zu anderen Berliner Bezirken zu senken.

Dieses Fazit zog Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) auf einer Pressekonferenz zur Auswertung von zwei Jahren Masterplan. "Die Jugendarbeitslosigkeit ist überdurchschnittlich gesunken", sagt Ramona Schröder, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Mitte, zu der auch der Arbeitsamtsbezirk Marzahn-Hellersdorf gehört.

Während beispielsweise die Jugendarbeitslosigkeit in Mitte von Dezember 2012 zu Dezember 2013 nur um 7,5 Prozent fiel, ging sie in Marzahn-Hellersdorf um 14,5 Prozent zurück. Die Zahl der Jugendlichen, die von Dezember 2011 bis Dezember 2013 arbeitslos waren oder von Hartz-IV lebten, sank sogar von 2600 auf etwa 1750. Das ist ein Rückgang um 34 Prozent.

2012 hatte das Bezirksamt den Masterplan vorgestellt. Als ehrgeiziges Ziel wurde formuliert, die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen bis 2016 gegen Null zu fahren. Hierzu suchte sich das Bezirksamt Partner wie die Arbeitsagentur und das Jobcenter, aber auch den Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis und Bildungsträger. Im vergangenen Jahr begann ein Coaching-Projekt für Jugendliche in den Sekundarschulen und der sogenannte Matchpoint wurde im Rathaus eingerichtet, eine Vermittlungsstelle für Schüler in Praktika bei Unternehmen. Gleichzeitig wurde bei Unternehmen dafür geworben, Praktikumsplätze bereitzustellen.

An einer anderen Flanke bemühte sich das Jobcenter verstärkt, arbeitslose Jugendliche zu motivieren. Die Arbeit wurde nach dem Prinzip "work first" umgestaltet. Bevor ein Jugendlicher einen Antrag auf Hartz IV stellen kann, hat er ein Gespräch mit Arbeitsberatern.

Autohändler Thomas Koch, in dessen Räumen die Pressekonferenz stattfand, unterstützt den Masterplan. Jeden Monat durchlaufen ein bis zwei Schüler ein Praktikum bei der Koch Gruppe Automobile AG. "Den Jugendlichen muss möglichst früh eine klare Orientierung gegeben werden, was sie aus ihrem Leben machen können", sagt er.


Harald Ritter / hari
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.