Berliner aus der Innenstadt drängen weiter an den Stadtrand

Marzahn-Hellersdorf. Die Zahl der Bürger im Bezirk wächst weiter. Dies liegt vor allem am Zuzug von Migranten.

Die Bevölkerung des Bezirks hat im vierten Jahr in Folge zugenommen. Laut dem vom Bezirksamt vorgelegten neuen Demografiebericht hatte Marzahn-Hellersdorf am 31. Dezember 2013 insgesamt 254 226 Einwohner. Damit ist die Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr um 2347 Personen gewachsen, was einen Anstieg um knapp einen Prozent bedeutet.

Neben einer gestiegenen Geburtenrate hat der Zuzug von Menschen aus anderen Bezirken zum Bevölkerungswachstum in Marzahn-Hellersdorf beigetragen. Hauptsächlich die rasant steigenden Mieten in der Innenstadt zwingen immer mehr Menschen, günstigere Wohnungen am Stadtrand zu suchen.

Die Zuzügler haben fast alle einen Migrationshintergrund. Ihr Anteil an der Bevölkerung hat sich auf 13 Prozent erhöht. Rund zwei Drittel der neuen Mitbürger hat keinen deutschen Pass. Ihr Anteil hat sich auf 5,2 Prozent erhöht. Dennoch hat Marzahn-Hellersdorf nach wie vor einen der niedrigsten Migrantenanteile in Berlin.

Der Zuzug von Migranten wirkt sich positiv auf den Altersdurchschnitt der Bevölkerung aus. Dieser liegt inzwischen bei 43,3 Jahren. Der Altersdurchschnitt der Migranten beläuft sich auf 33,9 Jahre.

Den stärksten Zuzug hat es in Hellersdorf-Ost gegeben. Hier befindet sich auch der Boulevard Kastanienallee. Er hat seit 2012 den größten Zuwachs an Einwohnern im Bezirk zu verzeichnen. In dem Bereich ist die Armutsrate bei Kindern am höchsten. Nach Einschätzung des Bezirksamtes werden sich hier die sozialen Probleme verstärken.


Harald Ritter / hari
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