Bezirk verliert Fördermittel für den Umzug

Marzahn. Das Tonstudio des Bezirks soll in die Volkshochschule ziehen. Aber es fehlt Zeit, um den Umzug bis Jahresende möglich zu machen, sodass eingeplante Fördermittel verloren gehen.

"Wir können das Geld einfach nicht mehr bis Ende Dezember ausgeben", sagt Kulturstadträtin Juliane Witt (Die Linke). Die Finanzierung der überregionalen Kultureinrichtung teilen sich der Berliner Senat und der Bezirk. Seit 2005 wird sie von der derArt gGmbH als freiem Träger betrieben. Wenn der Termin nicht gehalten werden kann, droht die endgültige Schließung des Tonstudios. Darüber hat Witt bereits die Senatskulturverwaltung und auch die derArt gGmbH informiert.

Derzeit befindet sich das Tonstudio noch im Gebäude der Falkengrundschule. Es befindet sich in Kellerräumen, die seit dem Bau der Schule in den 80er-Jahren für kulturelle Zwecke genutzt werden. Künstler aus Marzahn-Hellersdorf und anderen Berliner Bezirken machen hier seit rund 20 Jahren kostengünstig ihre Tonaufnahmen.

Bereits Anfang 2011 meldete die Schule an, dass sie auf Grund wachsender Schülerzahlen die Räume benötigt. Als Ersatzstandort wurden dann eine Reihe von Gebäuden geprüft. Im vergangenen Jahr fiel die Wahl auf das Freizeitforum. Ein negatives Gutachten zum Schallschutz stoppte jedoch die Umzugspläne.

Zuletzt wurden geeignete Räume in der Volkshochschule gefunden und diese auch bereits leergeräumt. Doch der Umbau einschließlich Umzug der Technik würde 300 000 Euro kosten. Der Senat will aber nur 100 000 Euro an Fördermittel geben.

Kulturstadträtin Juliane Witt (Die Linke) ließ daraufhin eine abgespeckte Variante prüfen, die sich im vorgesehenen Kostenrahmen bewegt. Sie lässt sich aber bis Jahresende nicht mehr umsetzen.

Die Kulturverwaltung hatte die Fördermittel für den Umzug des Tonstudios bereits einmal von 2012 in das Jahr 2013 verschoben. "Das Geld muss jetzt für andere Zwecke ausgegeben werden", sagt Günter Kolodziej, Pressesprecher der Kulturverwaltung. Die Kulturverwaltung habe sich aber bereit erklärt zu prüfen, wo im kommenden Jahr neue Fördergelder beschafft werden können.


Harald Ritter / hari
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