Bezirksamt nimmt keine anonymen Bewerbungen an

Marzahn-Hellersdorf. Die bezirkliche Verwaltung will erst einmal keine Bewerbungen ohne Angaben zur Person, sogenannte anonyme Bewerbungen, akzeptieren.

Auf Antrag der Piraten hatte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) den Beschluss gefasst, dass das Bezirksamt anonyme Bewerbungen selbstständig erproben sollte. Bewerbungen ohne konkrete Angabe zu den sich bewerbenden Personen wie Geschlecht oder ethnische Herkunft sollten versuchsweise entgegengenommen werden. Die Piraten berufen sich auf wissenschaftliche Studien. Danach haben Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und auch ältere Menschen kaum eine Chance, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

Die Ablehnung begründet das Bezirksamt mit einem Mangel an Personal. Die zwei für Personalarbeit im Bezirksamt zuständigen Mitarbeiter seien vollauf damit beschäftigt, die laufenden Geschäfte zu erledigen. Zudem habe sich deren Arbeitsvolumen im Zusammenhang mit der Umsetzung des Personalabbaukonzepts erheblich vergrößert.

Das Bezirksamt setzt auf ein im Land Berlin angelaufenes IT-Projekt. Bei diesem sollen im Zuge der weiteren Digitalisierung der Personalarbeit auch die Bewerbungsverfahren so umgestaltet werden, dass die Anonymität der Bewerbungen gesichert ist. Im Jahr 2015 schon sollen anonyme Bewerbungen zumindest für Auszubildende in allen Berliner Bezirken möglich sein.


Harald Ritter / hari
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