Bürger werden in den Bürgerämtern deutlich schneller bedient

Marzahn-Hellersdorf. Die Bürger können ihre Angelegenheiten in den Bürgerämtern seit Anfang Oktober viel schneller erledigen - auch wenn es nur noch drei solche Ämter gibt.

"Durch die Schließung des Bürgeramtes Mahlsdorf hat sich die Arbeit in den anderen Bürgerämtern entspannt", sagt Stephan Richter (SPD), Stadtrat für Bürgerdienste. Aus seiner Sicht hat sich dieser organisatorische Schritt bezahlt gemacht. Die sieben Mahlsdorfer Mitarbeiter werden jetzt in den drei anderen Bürgerämtern eingesetzt und entlasteten die Mitarbeiter dort. Auch die Besucher der Bürgerämter profitieren davon. Wer einen Termin vereinbart hat, braucht im Schnitt nur noch 15 Minuten zu warten. Besucher der Bürgerämter ohne zuvor vereinbarten Termin warten durchschnittlich 30 Minuten. Zuvor betrugen die Wartezeiten rund eine Stunde. Die Verbesserungen sind auch mit anderen organisatorischen Maßnahmen des Amtes für Bürgerdienste verbunden. Nur wer seinen Pass oder andere Dokumente abholen will, der bekommt noch eine Wartemarke. Wer ein anderes Anliegen hat, vereinbart einen verbindlichen Termin. Dabei steigt die Zahl der telefonisch oder im Internet vereinbarten Termine weiter. Lagen sie 2010 noch bei rund 18 Prozent, waren es im vergangenen Jahr bereits 55 Prozent.

Das Bezirksamt hat das Bürgeramt Mahlsdorf Anfang Oktober geschlossen. Grund ist der chronische Mangel an Personal, der durch einen hohen Krankenstand der überlasteten Mitarbeiter noch verschärft wurde.

Die Schließung des Bürgeramtes in Mahlsdorf gilt als zeitweilig. Richter schließt aber auf Grund der angespannten Personalsituation aus, dass es jemals wieder geöffnet wird.


Harald Ritter / hari
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