Das Bezirksamt möchte einen Neubau errichten lassen

Marzahn. Das frühere Gebäude der Galerie M an der Marzahner Promenade 13 hat keine Zukunft. Laut Immobilienstadtrat Stephan Richter (SPD) ist der Abriss so gut wie beschlossen.

Die Galerie M musste im Januar 2012 aus dem Gebäude ausziehen. Sie befindet sich seither in unmittelbarer Nachbarschaft in der Marzahner Promenade 48. Seither steht das Gebäude leer. Grund für den Auszug der Galerie waren massive Bauschäden. Eigentümer des Gebäudes ist die Degewo. Sie baute es Anfang der 90er-Jahre in Absprache mit dem Bezirksamt ausdrücklich als Galerie. Diese besondere Funktion drückt schon der Baukörper aus. Der Zweigeschosser inmitten der Hochhäuser entlang der Marzahner Promenade ist ein Blickfang. Mit der Galerie wollte das Bezirksamt in der Marzahner Promenade Kultur als Standortfaktor entwickeln und die Promenade zusätzlich beleben. Die Wohnungsbaugesellschaft erklärte bei der Schließung des Gebäudes, dass eine Instandsetzung für sie nicht infrage kommt. Seitdem diskutieren die Degewo und das Bezirksamt darüber, was für ein Bau an dieser Stelle entstehen und zu welchem Zweck es genutzt werden könnte.

Noch vor der Schließung gab es im Bezirksamt den Plan, das jetzige viel zu kleine Bürgeramt von der Marzahner Promenade 11 in das Gebäude umziehen zu lassen. Diese Idee griff jetzt die CDU auf. Die Fraktion hat in der Bezirksverordnetenversammlung den Antrag gestellt, dass in ein neues Gebäude neben dem Bürgeramt oder einem Bürgerzentrum auch die Galerie M einziehen soll. Diese kompakte Lösung ist allerdings nicht möglich. Bezirksamt und Degewo haben sie schon prüfen lassen. Der Größe des Baukörpers setzt das Baugesetzbuch an dieser Stelle zwischen Hochhäusern enge Grenzen. "Der Neubau wäre nicht groß genug, um darin auch noch die Galerie unterzubringen", sagt Immobilienstadtrat Stephan Richter (SPD).

Richter, der im Bezirksamt auch für die Bürgerämter verantwortlich ist, will in den kommenden Wochen erst einmal klären, ob das Bürgeramt oder ein neuartiges Bürgerzentrum in dem Neubau seinen Platz findet. Seit einem Jahr verhandelt er schon mit dem Senat über die Einrichtung eines großen Bürgerzentrums. Diese sollen mehr Leistungen als die Bürgerämter anbieten und entsprechend größer sein.


Harald Ritter / hari
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