Drei sommerliche Kunstaktionen auf der Marzahner Promenade

Timo Kahlen will mit seiner Skulptur und der damit verbundenen Kunstaktion "Trojaner" die Sicht der Menschen auf die Marzahner Promenade verändern. (Foto: hari)

Marzahn. Mit drei temporären Kunstprojekten sorgt das Bezirksamt auch in diesem Sommer wieder für mehr Leben auf der Marzahner Promenade.

Den Reigen eröffnet am 11. Juli der Zehlendorfer Künstler Timo Kahlen. Unter dem Titel "Trojaner" präsentiert er eine abstrakte, kantige Skulptur, die er von 10 bis 13 Uhr auf der Promenade auf einem mit Rädern versehenen Podest herumfährt. Weitere Termine sind 12. und 17. Juli gleichfalls 10 bis 13 Uhr. Die in knalligem Rot gehaltene Skulptur aus Pappe und Klebestreifen erinnert in an Abbildungen von Viren oder Trojanern, wie sie per Internet verbreitet werden. Um auch andere Sinne als die Augen anzusprechen, versieht Kahlen das Kunstobjekt mit einem spezifischen Duft. "Anders als die wirklichen kann man meinen Trojaner sehen und riechen", sagt der Künstler.

"Auch ich will etwas in die Köpfe und Gespräche der Menschen hineinschmuggeln", so Timo Kahlen. Die Begegnung mit seinem Trojaner soll die Menschen dazu anregen, darüber im Freundeskreis und zu Hause zu sprechen.

Beabsichtigt ist die andere Perspektive auf die alltägliche Welt oder das Umfeld der Wohnung. Auf Nachfrage können Passanten ein Bild des "Trojaners" als Geschenk erhalten. Hierbei handelt es sich um eine Postkarte in 3D. Diese vermittelt dem Betrachter ein tiefenräumliches, in unterschiedlichen Blickwinkeln sich veränderndes Bild der Skulptur.

Danach folgt Anfang August die Kunstaktion "Gespräch um acht Ecken" von Barbara Friess. Diese wird am 2. August von 19 bis 22 Uhr sieben Anwohner zu einem öffentlichen Gastmahl in der Marzahner Promenade einladen.

"Eine gemeinsame Bewegung" ist der Titel der Aktion am 17. September. Der Künstler Stephan Kurr lädt Menschen ein, sich nach Anleitung eines Choreografen gemeinsam auf der Marzahner Promenade zu bewegen.

Temporäre Kunstaktionen auf der Promenade gibt es seit 2010. Sie sollen sich am Beispiel der Promenade mit der Frage des Funktionierens von Stadt und Stadtraum befassen.

Infos: Galerie M, www.galerie-mh.de, 545 02 94.

Harald Ritter / hari
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