Eltern erwarten schnellere Sanierung der Sporthalle

Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD). (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Das Bezirksamt hat seine Pläne vorgestellt, wie die geschlossenen Turnhallen in den Siedlungsgebieten wieder geöffnet werden können.

"Wir haben eine Lösung gefunden, die Sanierung der Schulanlagen zu finanzieren", sagt Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) auf einer Versammlung der Eltern der betroffenen Schulen in der Kiekemal-Grundschule vor.Alle Fachbereiche im Bezirksamt haben dafür in ihren Etats Kürzungen hingenommen. Den größten Batzen steuert das Tiefbauamt bei und verschiebt zum Beispiel die Sanierung der Lemkestraße und der Dorfstraße in Kaulsdorf.

Seit dem vergangenen Sommer ist die Aula der Schiller-Grundschule geschlossen. Im November folgten die Schließung der Sporthallen der Mahlsdorfer Grundschule und der Ulmen-Grundschule. Bei letzterer war auch noch das anliegende Gebäude der Kita Ulmenstraße betroffen.

Die Aula der Schiller-Grundschule soll schon im August oder September wieder in Betrieb genommen werden. Das Bezirksamt lässt das Dach der Schule erst einmal reparieren und plant in fünf Jahren eine grundlegende Sanierung.

Das Dach der Sporthalle in der Ulmenstraße soll bis August 2014 saniert sein. Die Mittel dazu kommen aus der Investitionsplanung. Hier laufen die Vorplanungen länger, weil es sich um ein Investitionsprojekt handelt. Die Gesamtkosten werden auf eine Million Euro geschätzt.

Bei der Sanierung des Daches der Sporthalle der Mahlsdorfer Grundschule wird mit Kosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro gerechnet. Da ein größerer Neubau mit besseren Sportmöglichkeiten kaum teurer ist, hat sich das Bezirksamt für diese Lösung entschieden. Die neue Halle wäre erst 2016 fertig.

"Es ist uns nicht klar, warum die Planungszeiten so lange dauern", sagt Stefan Suck, Elternsprecher der Mahlsdorfer Grundschule. Es handele sich schließlich um eine Notsituation, auf deren Behebung das Bezirksamt seine ganzen Kräfte konzentrieren sollte.

"Es kann schneller gehen", sagt die Linken-Abgeordnete Gabriele Hiller. Sie nennt als Beispiel die Sporthalle in der Hannoverschen Straße in Mitte, wo von Planungsbeginn bis Fertigstellung nur 18 Monate vergingen.


Harald Ritter / hari
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