Ensemble T&T zeigt "Das Jubiläum" in zwei Sprachen

Valerij Edel, Olga Bark und Rosa Strauch spielten "Das Jubiläum" von Anton Tschechow im Januar im Tschechow-Theater in russischer Sprache. (Foto: Sudnikovic)

Marzahn. Das Theater- und Tanzensemble T&T bekommt Verstärkung. Erstmals hat sich eine deutschsprachige Theatergruppe dem Ensemble angeschlossen.

"Damit werden wir noch mehr multikulturell", sagt Natalja Sudnikovic. Die Leiterin der Ensembles T&T hat Proben mit einer "deutschen" Gruppe von Laienschauspielern für das Tschechow-Stück "Das Jubiläum" aufgenommen. Eine russischsprachige Inszenierung existiert bereits.

Diese parallele Arbeit habe ihren besonderen Reiz. "Es ergeben sich völlig neue Perspektiven auf das Stück", erklärt Sudnikovic. Sie hofft, dass auch die Zuschauer davon profitieren und neue Eindrücke gewinnen.

Die beiden Inszenierungen in russischer und deutscher Sprache sollen Mitte März im Tschechow-Theater an einem Abend gezeigt werden. Momentan proben beide Gruppen im Kulturforum in der Carola-Neher-Straße.

Das Ensemble T&T setzt sich aus Russlanddeutschen und anderen Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion zusammen. Sie pflegen hauptsächlich die künstlerische Tradition ihrer Heimat. Das Ensemble ist im Kiez bekannt und hat auch viele deutschsprachige Freunde gewonnen. Über das Tschechow-Theater, in dem das T&T regelmäßig auftritt, kam der Kontakt zu den Mitgliedern der neuen "deutschen" Gruppe zustande. Viele gehören dem Freundeskreis des Tschechow-Theaters in Marzahn-Nord an.

"Wir kennen uns von dort", bestätigt Rosemarie Heidenreich. Die ehemalige Lehrerin ist Mitglied der deutschsprachigen Theatergruppe. Sie erfüllt sich mit dem Auftritt einen Jugendtraum. "Schon immer wollte ich Schauspielerin werden. Leider hat es beruflich nicht geklappt", erklärt sie. Mit ihren Schülern studierte sie aber Theaterstücke ein. Später nahm sie selbst noch Schauspielunterricht. Jetzt als Rentnerin hat sie endlich Zeit für das Schauspielern, wenigstens als Hobby.

Die Inszenierung auf Russisch spielt im Russland des 19. Jahrhunderts. Die deutsche Inszenierung setzt auf Aktualität. Sudnikovic lässt sie in einer Sparkasse der Gegenwart spielen. Das Stück selbst ist nicht lang, es ist als einaktige Satire geschrieben.

Mehr Informationen unter www.kulturring.org.

Harald Ritter / hari
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