Europawahl: Die Linke verliert erneut deutlich

Marzahn-Hellersdorf. Die Linke hat auch bei den Europawahlen am 25. Mai eine Niederlage einstecken müssen. Sie verlor erneut deutlich an Zustimmung. Insgesamt war die Wahlbeteiligung mit 33,4 Prozent im Bezirk die niedrigste in Berlin.

Die geringe Wahlbeteiligung nutzte den Parteien am rechten Spektrum. So erreicht die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) mit 11,7 Prozent in Marzahn-Hellersdorf die meisten Stimmen im Berliner Vergleich. Auch die rechtsextremistische NPD bekam 2,7 Prozent.

Die Linke verliert 6,8 Prozent im Vergleich zur Europawahl von 2009, bleibt aber in Marzahn-Hellersdorf mit 31,3 Prozent die stärkste Partei. Der Abwärtstrend der vergangenen Jahre setzt sich damit fort. Bereits bei den Abgeordnetenhauswahlen 2011 hatte Die Linke 5,1 Prozent verloren, bei der Bundestagswahl 2013 waren es 7,9 Prozent. Die SPD legte dagegen um 3,5 Prozent bei den Europawahlen zu und ist mit 20,5 Prozent die zweitstärkste politische Kraft, gefolgt von der CDU mit fast unveränderten 17 Prozent.

Obwohl die NPD nun schon die zweite Wahlperiode in der Bezirksverordnetenversammlung vertreten ist, schnitt die Partei trotz aller Wahlkampfkundgebungen und verschiedener Aktionen vor dem Asylbewerberheim in der Carola-Neher-Straße schlechter ab als bei den letzten Wahlen zum Bundestag. Im September 2013 hatte die NPD noch 3,9 Prozent erreicht.

Deutliche Verluste mussten die Bündnisgrünen hinnehmen. Sie verloren 3,3 Prozent und erhielten 6,5 Prozent der Stimmen. Die Piraten erreichten mit 2,7 Prozent bescheidene Zugewinne. Die FDP spielt kaum noch eine Rolle. Nur 1,3 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf sie.


Klaus Tessmann / KT
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