Geld soll in geschlossene Turnhallen fließen

Gesundheitssenator Mario Czaja und Bürgermeister Stefan Komoß einigten sich über das Wie der Sanierung der beiden geschlossenen Sporthallen. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) und der CDU-Kreisvorsitzende Mario Czaja wollen möglichst schnell die Ende November geschlossenen Turnhallen wieder in Betrieb nehmen. Bis Ende Januar soll eine Entscheidung vorliegen.

Im November wurden die beiden Turnhallen in der Mahlsdorfer Grundschule und in der Ulmen-Grundschule dicht gemacht. Auslöser war die Schließung der Sporthalle des Nagel-Gymnasiums im Februar wegen Baumängel. Daraufhin wurden alle älteren Schulgebäude im Siedlungsgebiet überprüft. Außer an den beiden jetzt geschlossenen Hallen wurden an den anderen keine gravierenden Mängel festgestellt. Stefan Komoß und Mario Czaja kamen überein, dass Bautechniker bis Ende Januar prüfen sollen, ob die Turnhallen in der Mahlsdorfer und der Ulmen-Grundschule durch Verstärkung des tragenden Gebälks notdürftig wieder in Betrieb genommen werden können. Untersucht wird auch, ob ein Turnhallenneubau nicht günstiger ist als die Sanierung der denkmalgeschützten Hallen. Nach Einschätzung von Czaja könnte mit der gleichen Investition von jeweils 2,7 Millionen Euro sogar eine doppelt so große neue Halle gebaut werden.

Allerdings betonte Bürgermeister Stefan Komoß (SPD), dass die Investitionsplanung des Bezirks bis 2016 abgeschlossen sei. Nur durch Umschichten von Mitteln könne Spielraum gewonnen werden. Komoß will auf die Sanierung oder den Neubau von Straßen verzichten.

Dafür benötigt er jedoch die Zustimmung der Bezirksverordnetenversammlung. Komoß geht davon aus, dass Czaja die CDU-Fraktion auf Linie bringt und die nötigen Stimmen beschafft. Beide Parteien stellen die Mehrheit im Bezirksamt und bilden mit B’90/Grüne eine Zählgemeinschaft in der BVV.

Die Linke kritisiert die Pläne. "Das Bezirksamt verbaut sich Chancen für die zukünftige Entwicklung", sagt Björn Tielebein, Fraktionsvorsitzender der Linken in der Bezirksverordnetenversammlung. Die Linke schlägt stattdessen vor, die Rückzahlung von Schulden an den Senat zu stoppen.


Harald Ritter / hari
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