Grüne fordern Regionalbahnhalt in Springpfuhl

Der S-Bahnhof Springpfuhl soll auf Vorschlag der Grünen an das Regionalbahnnetz angeschlossen werden. (Foto: hari)

Marzahn. Bündnis 90/Grüne schlagen den Bau eines neuen Regionalbahnhofs in Springpfuhl vor. So sollen Marzahner die neue Regionalbahnlinie zwischen Hohenschönhausen und dem Flughafen BER nutzen können.

Über den Bau der Tangentialen Verbindung Ost ist so gut wie entschieden. Die vierspurige Straße soll womöglich schon ab 2017 die Märkische Allee mit der Straße an der Wuhlheide verbinden. Der Bau der sogenannten Nahverkehrstangente Schiene zwischen Karower Kreuz und Grünau steht dagegen noch in den Sternen. Sie steht nur als langfristiges Ziel im Berliner Stadtentwicklungsplan Verkehr. Um für Marzahn schon in Kürze eine schnelle Verbindung zum Flughafen BER zu erhalten, schlägt Stefan Ziller, Bezirkssprecher von B’90/Grüne den Bau eines Regionalbahnhofs am S-Bahnhof Springpfuhl vor. Dann könnten die Marzahner hier in die Regionalbahn aus Eberswalde zusteigen. Die Regionalbahnstrecke wird gegenwärtig ausgebaut. Ab Dezember 2014 soll der Regionalbahnsteig in Ostkreuz fertig sein, Dann gibt es eine direkte Verbindung von Eberswalde bis Schönefeld. "Ein zusätzlicher Regionalbahnsteig in Springpfuhl ließe sich technisch wahrscheinlich sogar relativ einfach und mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand bauen", sagt Ziller. Vor zwei Jahren hat der Senat mit der Bahn bereits über eine Nord-Süd-Verbindung verhandelt und vorgeschlagen, das bereits vorhandene Schienennetz der Regionalbahn zu nutzen. Die Bahn lehnte jedoch ab, weil der Güterverkehr auf der Strecke zunähme. Dies bedeutet, dass der Senat nicht nur neue Regionalbahnhöfe bauen, sondern auch die Kosten für neue Schienenwege tragen müsste. Dieses Geld hat das Land Berlin aber gegenwärtig nicht. Zudem setzt es andere Prioritäten. Bis Ende März konnten Länder, Kommunen und Einzelpersonen im Internet Vorschläge für den ab 2015 aufzulegenden neuen Bundesverkehrswegeplan machen. Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick brachten auf Beschluss ihrer jeweiligen Bezirksverordnetenversammlung die Nahverkehrstangente als Vorschlag ein. Aber selbst wenn das Bundesverkehrsministerium den Vorschlag der Bezirke aufnimmt, gibt es unmittelbar noch kein Geld. Das hängt noch von der Einstufung der Dringlichkeit und dem Finanzrahmen ab, der dem Ministerium zugestanden wird.


Harald Ritter / hari
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