Hönower legen Widerspruch gegen Trassenführung ein

Vom Berliner Stadtrand bis Hönow bleibt die L33 vorläufig zweispurig. Mit Staus zu Hauptverkehrszeiten ist zu rechnen. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. Der Ausbau der L 33 ist eines der größten Straßenausbauprojekte der zurückliegenden Jahrzehnte im Berliner Nordosten. Jetzt droht sich die Fertigstellung möglicherweise um mehrere Jahre zu verzögern.

2011 begann der vierspurige Ausbau der L 33 zwischen dem Berliner Ring und der Bezirksgrenze. Ziel ist es, ein Nadelöhr zu beseitigen. Die Finanzierung übernimmt der Bund. Der erste Bauabschnitt von der Autobahn bis Hönow wurde 2012 nach anderthalb Jahren Bauzeit vorfristig beendet. Der zweite Bauabschnitt gerät jetzt schon in der Planungsphase ins Stocken. Für die Planungen ist der Landesbetrieb Eberswalde zuständig. Er will im Mai die Planunterlagen für den Abschnitt von Hönow bis zum Kaufpark Eiche dem Brandenburger Verkehrsministerium vorlegen. Allerdings jetzt schon mit zwei Monaten Verzögerung. Die Gemeinde Hoppegarten und Anwohner in Hönow haben Widerspruch eingelegt.

Die Planungen sehen vor, die L 33 zwischen Kaufpark Eiche und Hönow um zwei auf vier Spuren sowie Fahrradwege zu erweitern. Dabei würde die nördliche Fahrbahn nahe an Grundstücke am Ortsausgang von Hönow heranrücken. Daher fordern Anwohner und die Gemeinde Hoppegarten, die L33 vor der Ortseinfahrt nach Süden zu verschwenken. Das würde allerdings bedeuten, dass die neue Straße ein Stück in die Hönower Weiherkette hineinreicht. Sowohl das Land Berlin und insbesondere der Bezirk Marzahn-Hellersdorf lehnen dies ab.

Der Landesbetrieb Eberswalde hat die Einwände der Hönower abgelehnt. Der Schutz der Hönower Weiherkette habe Vorrang, heißt es. Die Behörde geht davon aus, dass das Brandenburger Verkehrsministerium der Entscheidung folgt. Sie rechnet aber auch damit, dass die Hönower gegen die Planungen vor Gericht klagen.

"Der Baubeginn für den zweiten Abschnitt kann nicht wie geplant 2014 erfolgen", ist sich Jürgen Rühle vom Landesbetrieb sicher. Der früheste Termin sei 2015. Wenn sich allerdings die Gerichtsentscheidung hinauszögere, könnte auch erst 2018 Baubeginn sein. Denn auf dem Feld zwischen Hönow und der Auffahrt zum Kaufpark Eiche soll für die IGA 2017 in Marzahn ein riesiger Park&Ride-Parkplatz eingerichtet werden. In dieser Zeit verbiete sich ein Weiterbau an der L33 von selbst.


Harald Ritter / hari
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